Tele-Medizin: Mehr Herzinsuffizienz-Patienten erhalten Tele-Betreuung
Köln.
Seit einigen Jahren erhalten Kardiologen für die Fernbetreuung von Menschen mit Herzinsuffizienz eine Vergütung.
Foto: HandelsblattViele ältere Menschen in Deutschland leiden an einer Herzinsuffizienz. Dabei ist das Herz so schwach, dass es nicht mehr genug Blut pumpen kann, um den Bedarf des Körpers zu decken. Der Arzt muss die Werte des Patienten regelmäßig kontrollieren. Andernfalls kann sich der Gesundheitszustand verschlechtern. Eine Einweisung in die Notaufnahme ist oft die Folge.
Eine telemedizinische Betreuung des Patienten kann eine solche Krankenhauseinweisung vermeiden und die Lebenserwartung verbessern. Das ist inzwischen so gut belegt, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Erstattung von Telemonitoring für Patienten mit Herzinsuffizienz genehmigt hat. Seit Anfang 2022 erhalten niedergelassene Kardiologen eine Vergütung, wenn sie ihre Patienten aus der Ferne betreuen. Das Programm kommt bei Ärzten und Patienten gut an.
So zeigen Zahlen des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV), die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen, dass sich die Anzahl der telemedizinisch betreuten Patienten innerhalb eines Jahres verdreifacht hat. Wurden im ersten Halbjahr 2022 noch rund 2100 Herzpatienten telemedizinisch betreut, waren es im ersten Halbjahr 2023 bereits rund 7200.