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Natürlicher Küstenschutz Wie Salzwiesen vor Sturmschäden schützen

Hurrikan Harvey hat in Texas zu großen Überschwemmungen geführt. Doch es hätte noch viel schlimmer kommen können: Ohne Feuchtgebiete vor der Küste wären die Schäden noch viel höher, so eine aktuelle US-Studie.
31.08.2017 - 15:19 Uhr Kommentieren
Natürliche Feuchtgebiete an Küsten können die Folgen solcher Stürme abmildern. Quelle: dpa
Hurrikan Harvey

Natürliche Feuchtgebiete an Küsten können die Folgen solcher Stürme abmildern.

(Foto: dpa)

Santa Cruz Feuchtgebiete an Küsten können die katastrophalen Folgen von Hurrikans wie Harvey verringern. Das schreiben US-Forscher im Fachjournal „Scientific Reports“. Sie berechneten für einen Landstrich im Ostküsten-Bundesstaat New Jersey, dass sogenannte Salzwiesen die jährlichen Schäden durch Überschwemmungen um durchschnittlich 16 Prozent senken.

Allein im Fall des Hurrikans Sandy, der 2012 die Ostküste der USA traf, hätten Feuchtgebiete einen Schaden in Höhe von 625 Millionen US-Dollar (523 Mio Euro) verhindert. In Gebieten, die direkt hinter Feuchtgebieten lagen, war der Schaden um 11 Prozent geringer.

Wie Houston gegen die Fluten kämpft
Tropensturm „Harvey“
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Einheiten des texanischen Grenzschutzes sind bei Houston im Einsatz. Der Tropensturm „Harvey“ hat im US-Staat Texas schwere Verwüstungen angerichtet und Überschwemmungen verursacht. „Wenn die Straßen in Texas erst einmal wieder passierbar sind, erwarte ich einen signifikanten Anstieg der Todeszahlen“, sagte ein Gerichtsmediziner der „New York Times“.

(Foto: dpa)
Ausgangssperre
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Das Football-Feld einer High School wurde vollständig überflutet. Sylvester Turner, der Bürgermeister von Houston, erließ eine Ausgangssperre. Sie gelte von Mitternacht bis 5.00 Uhr am Mittwochmorgen und diene der öffentlichen Sicherheit. Es gäbe keinen Grund für die Menschen, zwischen diesen Uhrzeiten nach draußen zu gehen, sagte Turner bei einer Pressekonferenz.

(Foto: AP)
Berichte über Plünderungen
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Das Wasser steht den Einwohnern Houstons bis zum Bauch. Vor der Ausgangssperre hatte es vereinzelt Berichte über Plünderungen gegeben. Wer gegen die Ausgangssperre verstoße, werde befragt, durchsucht und festgenommen, sagte der Polizeichef von Houston.

(Foto: AP)
Rekordwert
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Die Infrastruktur in und um die Metropole ist weitgehend zusammengebrochen. Die sintflutartigen Regenfälle führten zu einem Rekordwert: In der Stadt Pearland im Südosten von Houston wurden seit Freitag insgesamt Niederschlagsmengen von 125 Zentimetern gemessen, wie der Nationale Wetterdienst mitteilte. Das markiere einen Rekord bei einem Tropensturm auf dem US-Festland. Im Jahr 1978 waren demnach beim Sturm „Amelia“ 124 Zentimeter gemessen worden.

(Foto: AP)
Keine Versicherung gegen Flutschäden
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Zahlreiche Wirtschaftsführer und Prominente spendeten zum Teil große Summen für die Hochwasseropfer. Viele Opfer sind nicht gegen Flutschäden versichert. Nach Angaben von Meteorologen ist „Harvey“ der zweitstärkste Wirbelsturm seit „Katrina“ vor zwölf Jahren in der Gegend um New Orleans. Der Sturm sog über dem sehr warmen Golf von Mexiko extrem viel Feuchtigkeit auf, die er nun als Regen abgibt.

(Foto: AP)
Rettungskräfte im Einsatz
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Die Rettungskräfte brachten nach eigenen Angaben in und um Houston mehrere tausend Menschen in Sicherheit. Die Polizei habe rund 4.100 Menschen gerettet, sagte Houstons Polizeichef. Die Feuerwehr brachte weitere 3.000 in Sicherheit. Eine Sprecherin des Sheriffs von Harris County, in dem Houston liegt, sprach von 3.000 geretteten Menschen durch Einsatzkräfte des Sheriff-Büros. Auch die US-Küstenwache verzeichnete mehr als 3.000 in Sicherheit gebrachte Betroffene.

(Foto: Reuters)
Massenhaft Spenden
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Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist groß. Säckeweise gehen Spenden für die Flutopfer in Houston ein und müssen sortiert werden.

(Foto: AP)

Auch am Golf von Mexiko, wo Harvey derzeit wütet, entfalten die Feuchtgebiete ihre doppelte Schutzwirkung – durch das Abschwächen hoher Flutwellen und durch das Aufsaugen von Wasser, so die Forscher. In den vom Tropensturm betroffenen Gebieten gebe es noch zahlreiche vor- oder eingelagerte Feuchtgebiete, mehr sogar als an der Ostküste oder in Kalifornien.

Das aus Meeresforschern, Versicherungsexperten und Umweltwissenschaftlern bestehende Team um Siddharth Narayan (University of California, Santa Cruz) nutzte für die Studie neueste Überflutungs- und Schadensberechnungsmodelle. Darin speisten sie Daten zu Eigentum sowie zur Zahl und Größe von Feuchtgebieten an der Küste von New York und New Jersey ein.

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    Es zeigte sich, dass an Feuchtgebiet-geschützten Orten, die weniger als 1,5 Meter über dem Meeresspiegel lagen, die Verluste um bis zu 70 Prozent geringer ausfielen als ohne diesen natürlichen Schutz. Selbst kleine, nur noch schmale Marschgebiete bieten demnach bereits wirksamen Schutz – je größer, desto effektiver sind sie jedoch.

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