Davos: Die KI-Enttäuschung der Unternehmen – nur wenige profitieren
Davos. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bringt in der Wirtschaft bislang wenig messbare Erfolge. „Global erzielen die meisten Unternehmen durch KI weder höhere Umsätze noch niedrigere Kosten – nur eine Minderheit erreicht beides“, heißt es in einer weltweiten Umfrage der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter rund 4450 Unternehmenschefs aus 95 Ländern.
Weltweit gelingt dies nur zwölf Prozent der Unternehmen – so das Untersuchungsergebnis des „Global CEO Survey“, der jedes Jahr zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos vorgestellt wird. „In Deutschland gilt das sogar nur für zwei Prozent der Unternehmen“, sagt Petra Justenhoven, Sprecherin der Geschäftsführung von PwC Deutschland, dem Handelsblatt.
Deutsche Unternehmen hinken der Entwicklung in beiden Dimensionen hinterher: Nur elf Prozent der deutschen Unternehmenschefs berichten, dass sie durch KI zusätzliche Einnahmen erzielt hätten. Weltweit sind es 29 Prozent. Kosten haben nur 16 Prozent der Befragten durch neue Technologien gesenkt, während es global 26 Prozent sind.
Das bedeutet aber auch, dass selbst international mehr als die Hälfte der Unternehmen bisher überhaupt keine Vorteile durch KI für sich erkennen konnte. Das Ergebnis der PwC-Umfrage deckt sich mit anderen Untersuchungen zu diesem Thema.