Grönland: „Gestaffelter Gegenschlag“ – So will die EU Trump stoppen
Brüssel, Berlin, Düsseldorf. Die EU-Regierungschefs und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereiten einen „gestaffelten“ Gegenschlag vor, um Donald Trumps neue Zolldrohung abzuwehren. Am Mittwoch wollen sie zwar in Gesprächen mit Trump in Davos noch einmal versuchen, ihn von einer Eskalation um Grönland abzubringen. Gleichzeitig wappnet sich Brüssel für einen „Wirtschaftskrieg“, sagten hochrangige EU-Diplomaten und Beamte dem Handelsblatt.
Auf einem Sondergipfel am Donnerstag wollen die EU-Regierungschefs die Kommission beauftragen, eine ganze Palette an Gegenmaßnahmen vorzubereiten.
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Als positiv wertet Brüssel, dass die wichtigsten Mitgliedstaaten – bis auf Italien – einig in der Frage seien, dass die EU Trump die Stirn bieten müsse. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und sein französischer Kollege Roland Lescure betonten am Montag in Berlin, dass man in Europa gerade „an einer geschlossenen, an einer deutlichen Antwort“ arbeite. „Wir sind uns einig, Deutschland und Frankreich: Wir lassen uns nicht erpressen“, sagte Klingbeil.