Deutsche Bahn: ICE pendelt künftig zwischen Paris und Warschau
Düsseldorf. Die Deutsche Bahn investiert 200 Millionen Euro, um mit ihren ICEs künftig auch in Polen und Frankreich Fahrgäste zu befördern. Das erfuhr das Handelsblatt vorab aus dem Berliner Staatsunternehmen.
Bis zu 32 Züge vom Modell ICE 3neo, das Siemens Mobility in Krefeld montiert, beabsichtigt man dazu, mit zusätzlicher Technik auszurüsten. Sie soll die bis zu 330 Stundenkilometer schnellen Fernzüge kompatibel machen mit der Signaltechnik und den Strecken in Polen und Frankreich.
Erste zugelassene Fahrzeuge werden laut DB für das Jahr 2031 erwartet, da zuvor Test- und Zulassungsfahrten zu absolvieren sind. Deshalb werde der Lieferplan für einen Teil der Züge angepasst, der sich dann bis 2032 erstreckt, hieß es.
Insgesamt hat die DB 90 ICE 3neo bei Siemens Mobility bestellt, von denen bereits 29 ausgeliefert sind. Der erste Zug ging im November 2022 in den Fahrgasteinsatz. Mit dem Modell korrigiert die Deutsche Bahn eine vormalige Entscheidung: Um Energie zu sparen, hatte man den ICE 4 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 265 Kilometern pro Stunde drosseln lassen. Um dennoch im Fahrplan zu bleiben, entfielen beispielsweise auf der Schnellstrecke Köln-Frankfurt mehrere Zwischenhalte.