Reiseplattformen: Mehr Buchungen über Airbnb & Co als vor der Coronapandemie
Vom Vor-Corona-Niveau bleibt der grenzüberschreitende Tourismus in Deutschland allerdings noch deutlich entfernt.
Foto: dpaBerlin. Airbnb, Booking.com, Expedia und Tripadvisor: Über diese vier großen Online-Plattformen sind im vergangenen Jahr zusammen 38,6 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen und -häusern in Deutschland gebucht worden. Das waren 39,8 Prozent mehr als im noch von der Coronapandemie geprägten Jahr 2021, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.
Damals war die Beherbergung privatreisender Gäste bis Ende Mai verboten. Im vergangenen Jahr wurde sogar das Vor-Corona-Niveau von 2019 getoppt: Damals hatten in- und ausländische Gäste 37,2 Millionen Übernachtungen in Deutschland über die genannten Plattformen gebucht. Das wurde im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent übertroffen.
Die Verteilung der Online-Buchungen nach Art der Unterkunft zeigt: 2022 wurden knapp 96 Prozent der über die vier Plattformen gebuchten Übernachtungen in Ferienwohnungen oder -häusern von Beherbergungsbetrieben mit weniger als zehn Betten angeboten. Dazu zählen beispielsweise private Vermieterinnen und Vermietern, die Unterkünfte im Nebenerwerb anbieten. Diese werde in der amtlichen Monatserhebung im Tourismus nicht erfasst, die ausschließlich Betriebe mit mindestens zehn Betten zählt.
Die Zahl der über die vier Online-Plattformen gebuchten Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg um knapp ein Viertel auf 27,2 Millionen. „Noch deutlich stärker war der Zuwachs bei Übernachtungen in Ferienwohnungen und -häusern durch Gäste aus dem Ausland“, betonten die Statistiker. Sie verdoppelten sich gegenüber dem Vorjahr (+106,6 Prozent) auf 11,3 Millionen.
Vom Vor-Corona-Niveau bleibt der grenzüberschreitende Tourismus in Deutschland allerdings noch deutlich entfernt: Die Zahl der gebuchten Übernachtungen von ausländischen Gästen blieb trotz des kräftigen Anstiegs noch um 17,5 Prozent unter dem Niveau von 2019. Dagegen war die Übernachtungszahl von Gästen aus dem Inland sogar 15,9 Prozent höher als vor der Pandemie, wie das Statistische Bundesamt ermittelte.