Wetten: Wird die EM in Deutschland teils aus illegalen Geldern finanziert?
Frankfurt. „Registrieren und EM-2024-Tickets gewinnen“, heißt es auf der Website „Wettbasis“. Es geht um drei mal zwei Tickets für das EM-Gruppenspiel Deutschland gegen die Schweiz. Verlost werden die begehrten Eintrittskarten vom Sportwettenanbieter Betano. Alles, was Fußballfans dafür tun müssen: sich bei Betano registrieren und ein Wettkonto eröffnen.
Betano ist Sponsor der in Deutschland bevorstehenden Europameisterschaft und zugleich der erste Sportwettenanbieter überhaupt, mit dem der europäische Fußballverband Uefa eine Partnerschaft abgeschlossen hat. Ein lukratives Geschäft für Betano – das zeigt nicht nur dieses Gewinnspiel, das aus Fußballfans möglicherweise auch Glücksspielfans macht, mit allen damit einhergehenden Risiken.
Der österreichische Wettanbieter wirbt mit einer Lizenz für den deutschen Markt. Diese Zulassung hat er seit 2021. Wie andere Sportwettenanbieter auch hat Betano allerdings schon vor diesem Zeitpunkt sein Geschäft in Deutschland betrieben – unerlaubt.
Könnte die Fußball-EM also zum Teil aus illegalen Geldern finanziert sein? Zumindest könnte das ein Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) nahelegen.