Elektroauto-Markt: Elektroauto-Hersteller BYD: Der China-Schreck von VW
Besucher des BYD-Stands auf der Automesse Auto Shanghai 2021. Die günstigen E-Mobile des Volumenherstellers finden in China derzeit reißenden Absatz.
Peking, München. Auf dem größten Elektroauto-Markt der Welt fährt BYD der Konkurrenz davon. Jedes vierte verkaufte elektrifizierte Auto – also mit Batterie- oder Hybridantrieb – in China stammt inzwischen von dem Konzern mit Sitz in der Tech-Metropole Shenzhen. Als einziger der 20 absatzstärksten Autohersteller, die in China aktiv sind, steigerte der Volumenhersteller in den ersten fünf Monaten die Verkäufe, wie Zahlen des Statistikportals BSCB zeigen.
Während einige Konkurrenten Einbrüche von mehr als 40 Prozent erlitten, verdoppelte BYD seine Auslieferungen nahezu. Gelingt es dem Unternehmen, seine hohen Wachstumsraten auch nur ansatzweise zu halten, könnte es schon in wenigen Monaten zum größten Fahrzeughersteller in China aufsteigen – und damit den langjährigen Spitzenreiter Volkswagen ablösen.
Mit fast 641.000 verkauften Fahrzeugen im ersten Halbjahr ist der Volumenhersteller auf dem besten Weg, das selbst gesteckte Absatzziel von 1,2 Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr zu erreichen. Bei so genannten New Energy Vehicles (NEV), wie in China Autos mit alternativen Antrieben bezeichnet werden, ist BYD bereits die Nummer eins – nicht nur auf dem Heimatmarkt. Weltweit verkaufte BYD damit mehr elektrifizierte Fahrzeuge, zu denen der Konzern auch Plug-in-Hybride zählt, als Elektropionier Tesla, der im ersten Halbjahr bei 564.000 Fahrzeugen landete. Und das, obwohl der Konzern seine Fahrzeuge im Budget- und Mittelklassesegment bislang fast ausschließlich in China verkauft.