Elektromobilität: Deutschland wird zum Batteriezentrum Europas – Das sind die fünf Gründe
Ein VW-Mitarbeiter steht in einem Reinraum zur Produktion von Batteriezellen im VW Werk Salzgitter. Auch andere Produzenten drängen nach Deutschland.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Baugenehmigung ist noch nicht beantragt, aber Tesla-Chef Elon Musk spricht schon von der weltgrößten Batteriezellenfabrik der Welt – vor den Toren Berlins. Dort sollen Zellen mit einer Kapazität von 100 Gigawattstunden (GWh) produziert werden. Damit könnten bis zu 1,6 Millionen Elektroautos pro Jahr bestückt werden.
Für Musk ist da aber noch nicht Schluss. Er kann sich gar einen Ausbau auf 250 GWh vorstellen. Die Ankündigung ist noch nicht konkret, aber ernst zu nehmen. Und nicht nur Tesla setzt voll auf Elektromobilität. Platzhirsch Volkswagen etwa will in den kommenden zehn Jahren rund 22 Millionen Stromautos produzieren. Und Batterien sind das wichtigste und teuerste Bauteil in einem Elektroauto.
Das ist nur ein Grund, warum in keiner anderen Weltregion die Produktionskapazitäten für Lithium-Ionen-Batterien so schnell wachsen wie in Europa. Bis 2030 wird der Anteil an der globalen Fertigung nach aktuellen Prognosen von derzeit rund sechs Prozent auf 16 bis 25 Prozent steigen.
Zahlreiche Fabriken zur Batteriezellenfertigung sind schon angekündigt: Bis 2029 könnten so laut einer Analyse von Benchmark Mineral Intelligence Fertigungskapazitäten von über 300 GWh Batteriekapazität in Europa entstehen.