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Energie

Batteriespeicher Großauftrag für Energiespeicher: Siemens-Joint-Venture Fluence will in Asien durchstarten

Auf den Philippinen arbeitet das Unternehmen an seinem bisher größten Batteriespeicher-Projekt. Auch in Thailand, Vietnam und Malaysia hofft es auf Chancen durch die Energiewende.
09.06.2021 - 16:47 Uhr Kommentieren
Zwei Speichersysteme mit jeweils 20 Megawatt Leistung und einer Kapazität von 20 Megawattstunden sind nun am Netz, der Rest soll in den kommenden Monaten folgen.
Fluence-Energiespeicher auf den Philippinen

Zwei Speichersysteme mit jeweils 20 Megawatt Leistung und einer Kapazität von 20 Megawattstunden sind nun am Netz, der Rest soll in den kommenden Monaten folgen.

Bangkok Mit einem Großauftrag für Energiespeicher auf den Philippinen geht das Siemens-Joint-Venture Fluence in Asien auf Expansionskurs. In dem südostasiatischen Inselstaat hat das Unternehmen die Inbetriebnahme von zwei Großbatterien abgeschlossen, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.

Es handelt sich dabei um die erste Phase eines 470-Megawatt-Energiespeicher-Projektes, das zu großen Teilen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Gemessen an der Gesamtleistung handelt es sich nach Unternehmensangaben um das bisher größte Fluence-Projekt weltweit.

Das Unternehmen, das Siemens vor vier Jahren gemeinsam mit dem US-Energiekonzern AES gegründet hat, verspricht, mit seinen Speicherlösungen Stromnetze flexibler zu machen und damit die Integration eines höheren Anteils erneuerbarer Energien im Strommix zu erleichtern. Bisher hat Fluence seine Großbatterien unter anderem in Australien und den USA installiert und konkurriert dabei unter anderem mit dem Elektroautohersteller Tesla, der ebenfalls Speicherlösungen anbietet.

Im Gegensatz zu bisherigen Großaufträgen handelt es sich bei den Batteriespeichern auf den Philippinen allerdings nicht um eine einzelne Installation, sondern um mehrere Großakkus, die entlang des Stromnetzes verteilt werden. Zwei Speichersysteme mit jeweils 20 Megawatt Leistung und einer Kapazität von 20 Megawattstunden sind nun am Netz, der Rest soll in den kommenden Monaten folgen.

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    Das Umsatzvolumen des Gesamtprojektes beziffert Jan Teichmann, der das Asien-Pazifik-Geschäft von Fluence leitet, im Gespräch mit dem Handelsblatt mit einem Wert zwischen 250 und 500 Millionen Dollar – genauer könne er es aus vertraglichen Gründen nicht sagen.

    Fluence sieht in Asien großes Potenzial

    Der frühere Siemens-Manager sieht das Engagement auf den Philippinen als Chance, die Technologie von Fluence in Asiens Schwellenländern bekannter zu machen. „Momentan schauen wir uns mögliche Projekte in Thailand, Vietnam, Malaysia und Taiwan an“, sagt Teichmann. Es gebe in den Ländern bereits konkrete Gespräche, aber noch keinen Vertragsabschluss. „Diese Länder fangen an, die Vorteile von Speicherlösungen zu sehen, sind aber noch nicht so weit wie die Philippinen.“

    Mittelfristig sieht Teichmann in Asien großes Potenzial und beruft sich dabei auf Prognosen von Marktforschern, wonach der Kontinent in den kommenden Jahren zum weltweit größten Markt für Energiespeicher aufsteigen werde. „Deshalb ist es für uns so wichtig, hier präsent zu sein.“ Asiens größte Volkswirtschaft, China, lässt Fluence aber vorerst außen vor. Der Markt sei zwar interessant, aber man könne nicht in zu vielen Ländern gleichzeitig expandieren, sagt Teichmann. Dafür will er aber die Geschäfte in Indien ausbauen, wo das Unternehmen schon eine Anlage installiert hat.

    Auf den Philippinen liefert Fluence seine Batteriespeicher an den Energieversorger SMC Global Power, der zu dem größten Firmenkonglomerat des Landes, San Miguel, gehört. Das Unternehmen plant die Installation von Batteriespeichern mit einer Leistung von insgesamt 1000 Megawatt. Neben Fluence arbeitet SMC dafür auch mit dem Elektrotechnikkonzern ABB und dem finnischen Technologieanbieter Wärtsilä zusammen.

    Die Philippinen befinden sich mitten in der Energiewende: Im vergangenen Jahr beschloss die Regierung, keine neuen Kohlekraftwerke mehr ans Netz zu bringen. Stattdessen will das Land erneuerbare Energiequellen ausbauen – und erhöhte zuletzt seine Zielvorgaben: Bis 2030 soll der Anteil der Erneuerbaren an der Energieerzeugung nun bei mehr als 37 Prozent liegen. Investitionen in die Energieinfrastruktur sind dringend nötig. Laut der deutschen Außenhandelsgesellschaft GTAI ist es angesichts eines stark steigenden Stromverbrauchs zuletzt zu Versorgungsengpässen und temporären Blackouts gekommen. Die Stromkosten gehörten derzeit zu den höchsten in ganz Asien.

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