Energie: Deshalb bekommen Biokraftstoffe eine neue Chance
New York. In einem Gewächshaus nordwestlich der amerikanischen Großstadt St. Louis wächst der Kraftstoff der Zukunft. Hier hat das Agrarunternehmen Covercress seinen Sitz und tüftelt an besonderen Pflanzen. Aus Hunderten kleinen Töpfen ragen grüne Gewächse hervor, die goldfarbene Samen tragen. „In diesem Frühjahr wurden bereits 2400 Hektar unserer Pflanzen geerntet“, sagt Firmenchef Jim Hedges.
Die Züchtung ist eine Innovation: Die Samen der Pflanze, die genau wie das Unternehmen „Covercress“ heißt, tragen nicht nur besonders viel Öl. Sie wachsen auch zu einer Jahreszeit, in der die Felder sonst brachliegen. Den Landwirten winkt dadurch ein großes Zusatzgeschäft. Zu Biodiesel verarbeitet, können damit Flugzeuge, Schiffe oder Lkw betankt werden.
Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen statt aus klimaschädlichem Erdöl – das soll den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduzieren. Noch stehen die sogenannten Biofuels am Anfang. Doch Innovationen machen der Industrie neue Hoffnung. In den USA könnte außerdem ausgerechnet Präsident Donald Trump die Produktion von umweltfreundlicheren Kraftstoffalternativen antreiben – allerdings mit einer Konsequenz.