Energie: Zweigeteilte Energiewelt: Warum RWE Milliardengewinne macht, während Uniper gerettet werden muss
Die einen machen Profit dank hoher Energiepreise, die anderen Verluste.
Foto: dpaDüsseldorf. Während Stadtwerke und Versorger Preiserhöhungen in einem Ausmaß ankündigen, wie es sie wohl noch nie gab, legten drei Schwergewichte der Energiewelt diese Woche Zahlen vor: Bei RWE sprudeln die Gewinne, Eon und EnBW haben lediglich passable Ergebnisse präsentiert.
Gleichzeitig muss der Gaskonzern Uniper mit Milliardenhilfen gerettet werden. Die Energiewelt teilt sich auf: In Profiteure der Preiskrise und solche, die aus der Situation aktuell kein Kapital schlagen können. Aber woran liegt das? Die wichtigsten Fragen und Antworten.
Warum verdient RWE Milliarden, während Uniper gerettet werden muss?
Uniper steht am Anfang der langen Energie-Lieferkette und macht den Großteil seines Umsatzes mit dem Einkauf und Handel von Gas, Kohle und Co. RWE dagegen erzeugt hauptsächlich mit seinen Kraftwerken und Windparks selbst Strom, den es anschließend weiterverkauft.
Uniper muss sich nun also teuren Ersatz im Großhandel für das einst billige Russlandgas besorgen, um seine Verträge zu erfüllen. RWE dagegen kann einen Teil seines Stroms zu aktuell horrenden Preisen an der Börse verkaufen.