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Energie

Industriedienstleister Bilfinger kündigt laut Bericht Verträge mit Nord Stream 2

Bilfinger zieht sich einem Bericht zufolge vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zurück. Der Grund soll die Angst vor US-Sanktionen sein.
19.01.2021 - 18:03 Uhr 2 Kommentare
Der Konzern soll sich vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zurückgezogen haben. Quelle: dpa
Bilfinger-Mitarbeiter

Der Konzern soll sich vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zurückgezogen haben.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Industriedienstleister Bilfinger hat sich einem Zeitungsbericht zufolge aus Angst vor US-Sanktionen vom Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zurückgezogen. Der SDax-Konzern aus Mannheim habe die US-Regierung im Dezember und Januar darüber informiert, sämtliche Kooperationen und Verträge mit Nord Stream 2 gekündigt zu haben, berichtete die „Bild“-Zeitung am Dienstag unter Berufung auf ihr vorliegende Schreiben.

Konkret sei es um Prozessleit- und Sicherheitssysteme mit einem Auftragsvolumen von 15 Millionen Euro gegangen sowie um eine Wärmeerzeugungsanlage beim Anlandepunkt der Leitung in Lubmin. Für den Industriedienstleister Bilfinger sind die Vereinigten Staaten mit einem Umsatzanteil von 18 Prozent im Jahr 2019 ein wichtiger Markt. Der Konzern wollte sich zu dem Zeitungsbericht nicht äußern.

Die USA lehnen den Bau der rund 1200 Kilometer langen Röhre mit der Begründung ab, Europa werde dadurch noch abhängiger von russischem Erdgas. Die USA wollen allerdings auch selbst Gas in Europa verkaufen. Am Dienstag setzte die scheidende US-Administration Sanktionen gegen die russische Firma KVT-RUS, Betreiber des Verlegungsschiffs „Fortuna“, in Kraft.

Deutschland hat wiederholt Sanktionsdrohungen der US-Regierung gegen Firmen, die am Pipeline-Bau beteiligt sind, zurückgewiesen. Hinter dem Projekt steht der russische Staatskonzern Gazprom, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll. Die andere Hälfte finanzieren europäische Energieunternehmen wie Wintershall Dea, OMV sowie Uniper, Royal Dutch Shell und Engie.

Mehr: Nord Stream 2 AG verschiebt Weiterbau – Versicherer Zurich steigt offenbar aus

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2 Kommentare zu "Industriedienstleister: Bilfinger kündigt laut Bericht Verträge mit Nord Stream 2"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Was sind das nur für Zustände. Das "freieste" Land der Welt mit der "besten" Demokratie spielt nun seit Monaten Weltgendarm. Klimaschutz (siehe Fracking) gibt es nicht. Statt dessen Umweltbelastung und Transport (mit Dieselbetriebenen Schiffen) über Tausende Kilometer für Gas, was rd. 25 % teurer ist als aus der Pipeline. Wo bleibt hier die Stimme der Klimaschützer?
    Statt dessen Klagen gegen die Vollendung der Leitung von Grünen und der bekannten Stiftung Umweltschutz.
    Wie engstirnig sind die Verhinderer der Leitung. Es geht um Geopolitik, ja, aber in der Folge zu Lasten
    Deutschlands und Europa. Hat Rußland jemals in seiner 800-jährigen Geschichte Europa bedroht?
    Wie formulierte mal ein großer deutscher Geist: Wissen ist Macht, aber Nichts wissen, macht nichts.
    Simplicissimus und deutsche Zipfelmütze lassen grüßen.


  • Sollte man sich merken, wie verlässlich manche Konzerne sind! Aus Prinzip hoffe ich einfach, dass dieses "Teil" endlich mal fertig wird! - Dann können wir zu anderen Themen, die wichtiger sind, über gehen.

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