Benko-Konzern: RAG Stiftung prüft Bitte um Geldspritze für Signa-Gesellschaften
Düsseldorf. Die Essener RAG Stiftung hat ein Schreiben des Signa-Sanierungsexperten Erhard Grossnigg erhalten, in dem dieser um frisches Geld für die insolventen Immobiliengesellschaften Prime und Development nachsucht. „Wir können bestätigen, dass uns das Schreiben Grossniggs erreicht hat“, erklärte eine Sprecherin der Kohlestiftung am Freitag. Die Stiftung prüfe das Schreiben nun.
Die RAG-Stiftung ist neben anderen Investoren an der Signa Prime und der Signa Development beteiligt, die Ende 2023 in Wien Insolvenz angemeldet hatten. Für die Gesellschaften, in denen Herzstücke der Signa-Immobilien gebündelt sind, läuft nun ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung.
Die Signa des Tiroler Investors Rene Benko hatte den Sanierungsexperten Grossnigg als Vorstandschef der Gesellschaften eingesetzt.
Der „Spiegel“ hatte berichtet, Grossnigg versuche, 350 Millionen Euro von Investoren für die beiden Gesellschaften aufzubringen. Dazu biete er ihnen Genussscheine mit hohen Zinsen an. Die RAG Stiftung wollte sich nicht zu Details äußern. Sie ist an der Signa Prime mit fünf Prozent beteiligt, bei der Development sind es rund 3,82 Prozent.