Elektromobilität: Alternative zum Streetscooter: DB Schenker deckt sich mit Elektro-Kleinlastern ein
Mit dem Elektro-Lkw will Schenker zum grünen Logistiker werden.
Foto: Daimler AGBerlin. „Den gebe ich nicht mehr her“, sagt Torsten Merk. So leise, wendig und spritzig habe er bislang noch nie einen Lkw gefahren, erklärt der Fahrer des Logistikkonzerns DB Schenker in Berlin. Nicht einmal schalten müsse er das Fahrzeug, sagt er, „außer man will rückwärts“.
Seit 2018 testet die Bahn-Tochter den Elektro-Lkw „E-Canter“, der von der Daimler-Mitsubishi-Gemeinschaftsfirma Fuso hergestellt wird. Zwei Modelle fahren in Berlin, drei weitere in Frankfurt, Stuttgart und Paris. Beim Testen allerdings soll es nicht mehr bleiben. Man habe bei Fuso 36 weitere Elektro-Kleinlaster geordert, sagt Cyrille Bonjean, verantwortlich für den Landtransport von DB Schenker, dem Handelsblatt. „Wir sind stolz, dass wir mehr als die Hälfte der gesamten E-Canter-Produktion des Jahres von Daimler für uns beschaffen konnten.“
Nach der Lieferung, die im Januar 2021 abgeschlossen sein soll, werde man „die größte E-Canter-Flotte der Welt“ besitzen, erklärt der Manager. Einsetzen will sie die Bahn-Tochter in elf europäischen Ländern, vor allem in Metropolen wie Oslo, Kopenhagen, Madrid, Salzburg, Wien, Hamburg, Rom und Mailand. DB Schenker werde damit zum führenden grünen Logistiker, verspricht Bonjean. „Unser Ziel ist null Emissionen bis 2050.“