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Onlinehändler Amazon darf Pakete mit Drohnen ausliefern

Die US-Flugaufsicht gibt grünes Licht: Der Handelsriese Amazon darf Drohnen für die Lieferung einsetzen. Damit könnten Pakete in 30 Minuten zugestellt werden.
01.09.2020 Update: 01.09.2020 - 15:41 Uhr Kommentieren
Amazon hatte zum ersten Mal bereits im Jahr 2013 eine Lieferdrohne vorgestellt. Quelle: dpa
Amazon-Drohne

Amazon hatte zum ersten Mal bereits im Jahr 2013 eine Lieferdrohne vorgestellt.

(Foto: dpa)

New York Amazon-Pakete könnten in den USA schon bald per Drohne ins Haus geliefert werden. Sieben Jahre nach der ersten Ankündigung hat der Onlinehändler aus Seattle nun grünes Licht von der amerikanischen Flugaufsicht erhalten, seine „Prime Air“-Drohnen für die Lieferungen zu nutzen. Die Genehmigung gebe Amazon weitreichende Privilegien, per Drohne „Pakete sicher und effizient den Kunden zu liefern“, teilte die US-Flugaufsicht FAA mit.

Für Amazon ist damit ein wichtiger Meilenstein erreicht. Bereits 2013 hat der Onlinehändler seine ersten Tests geflogen und Drohnenlieferungen vor die Haustür versprochen. Dann war es jahrelang still geworden um die Technologie.

Nun verspricht Amazon, seinen Prime-Kunden ihre Pakete von bis zu 2,3 Kilogramm innerhalb von 30 Minuten mit komplett autonomen Drohnen auszuliefern. Amazon teilte mit, dass nun weitere Tests starten werden. Das Unternehmen habe seine Mitarbeiter gut trainiert und Beweise geliefert, dass die Drohnenlieferungen ungefährlich seien.

Amazon ist nicht das erste Unternehmen, das eine Genehmigung erhalten hat, um Drohnen zum Transport von Paketen erhalten hat. Im April 2019 hatte die FAA bereits Wings, einer Tochter der Google-Mutter Alphabet, genehmigt, kommerzielle Lieferungen mit Drohnen auszuführen. Im Oktober folgte dann auch die Genehmigung für den Paketzusteller UPS, eine Drohnenflotte als Fluggesellschaft fliegen zu lassen.

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    „Diese Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt vorwärts für Prime Air und zeigt das Vertrauen der FAA in Amazons Sicherheitsprozesse für einen autonomen Drohnen-Lieferdienst, der eines Tages Pakete zu unseren Kunden in der ganzen Welt bringen wird“, sagte David Carbon, Vize-Präsident von Prime Air. Einen Starttermin nannte er nicht.

    Prime Air strebt mit den Drohnen eine Lieferzeit von 30 Minuten an. Damit will Amazon seine Lieferzeit weiter verkürzen. Bereits im letzten Jahr hat der Onlinehändler seine Zeiten für Amazon-Prime-Mitglieder von zwei auf einen Tag reduziert. Damit will sich Amazon nicht nur von der immer stärker werdende E-Commerce-Konkurrenz absetzen, sondern auch von klassischen Einzelhändlern wie Walmart und Target.

    Mehr: Die Coronakrise hat gezeigt, wie gefährdet der stationäre Einzelhandel ist. Doch trotzdem haben nur 40 Prozent der Händler einen eigenen Webshop.

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