Handelskonflikt: „TrumpRX“ drückt Preise für Medikamente – Pharma-Aktien steigen
München, Düsseldorf. US-Präsident Donald Trump setzt seinen Plan um, die Preise für Arzneien in den USA kräftig zu senken. Er kündigte den Aufbau einer staatlichen Verkaufsplattform an, auf der Amerikaner Medikamente günstiger bestellen können. Ein erstes Preisabkommen hat die US-Regierung mit dem Pharmakonzern Pfizer geschlossen – jetzt wird in der Branche mit weiteren Deals gerechnet.
Am Mittwoch stiegen daher die Aktienkurse vieler großer Pharmaunternehmen in Europa. Investoren setzen darauf, dass sie mit eigenen Deals in den USA vergleichsweise glimpflich aus dem Konflikt mit Trump kommen können. Der hatte Zölle von bis zu 100 Prozent für Arznei-Importe in die USA angedroht. Pfizer wird durch das Abkommen schon einmal für drei Jahre davon verschont.
Am stärksten legte bis zum Mittag der britische Pharmakonzern Astra-Zeneca mit mehr als sieben Prozent zu, die Aktie der Darmstädter Merck KGaA sowie die Schweiter Roche gewann mehr als sechs Prozent, während Novo Nordisk, Sanofi, GSK und Novartis um drei bis fünf Prozent höher notierten. Die Bayer-Aktie legte um zwei Prozent zu.