Lkw: Schwaches US-Geschäft – Aktie von Daimler Truck gibt stark nach
Düsseldorf. Daimler Truck kündigt einen weiteren Stellenabbau an. „Wir werden in den USA und Mexiko insgesamt 2000 Arbeitsplätze abbauen“, sagte Konzernchefin Karin Radström am Freitag. Grund seien die schwachen Verkäufe in Nordamerika. Zuvor hatte der Dax-Konzern bereits Pläne zum Abbau von 5000 Stellen in Europa bis 2030 vorgelegt.
Im zweiten Quartal brach der Absatz der Trucks in Nordamerika um 20 Prozent auf 38.580 Einheiten ein, beim Umsatz ging es um 15 Prozent nach unten, der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) gab um 25 Prozent nach. Auf dem US-Markt ist der Konzern aus Leinfelden-Echterdingen mit den Marken Freightliner, Western Star und Thomas Built Buses vertreten.
„Wegen der Unsicherheit im US-Markt fehlt dort unseren Kunden aktuell das Vertrauen, in neue Fahrzeugflotten zu investieren“, berichtete Radström. „Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir deshalb weiteren Gegenwind.“
Schon am Donnerstagabend hatte Daimler Truck daher per Pflichtmitteilung eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Statt der für 2025 angepeilten 155.000 bis 175.000 Verkäufe in Nordamerika werde es dort wohl nur noch 135.000 bis 155.000 verkaufte Einheiten geben, erklärte der Lkw-Hersteller, der Ende 2021 vom Mutterkonzern Daimler (heute Mercedes-Benz Group) abgespalten wurde. Zudem belasteten Zölle für Zulieferungen aus mexikanischen Werken in die USA die Produktionskosten.