Porsche: Autobauer setzt wieder vermehrt auf Verbrenner
Düsseldorf. Eigentlich hat der Sportwagenbauer Porsche langfristig ein klares Ziel: 20 Prozent Marge mit seinen Autos erwirtschaften. Zumindest im Jahr 2025 ist man in Zuffenhausen von diesem Ziel aber offenbar weiter entfernt denn je.
Wie der Dax-Konzern am Donnerstagabend mitteilte, rechnet Porsche in diesem Jahr nur noch mit einer operativen Rendite zwischen zehn und zwölf Prozent. Das sind Werte, wie sie im VW-Kosmos eigentlich Audi erreichen möchte.
Beide Premiummarken, eigentlich verlässliche Margenbringer im VW-Konzern, schwächeln derzeit. Audi kam nach neun Monaten auf gerade einmal 2,5 Prozent Marge, Porsche konnte 2024 dank großer Sparanstrengungen noch mit rund 14 Prozent abschließen.
Daraus errechnet sich für 2024 ein operatives Ergebnis von 5,5 bis 5,6 Milliarden Euro, was einem Rückgang von rund einem Viertel entspricht. Erst im Sommer hatte der Dax-Konzern seine Prognose nach unten angepasst.
Nun muss Porsche-Chef Oliver Blume, der auch den gesamten VW-Konzern lenkt, abermals den wichtigen Renditeausblick trimmen. Kommt es wie angekündigt, wäre es die niedrigste Marge seitdem der 56-Jährige die Führung in Zuffenhausen 2015 übernommen hat. Auch Porsches Absatz soll 2025 sinken, der Umsatz würde mit 39 bis 40 Milliarden Euro stagnieren. 2023 waren es noch 40,5 Milliarden.