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FernsehsenderProSiebenSat.1 verkauft Internet-Sexshop Amorelie

Neuer Besitzer ist die EQOM-Gruppe, die zu den führenden Unternehmen der Branche in Europa gehört. Amorelie will nun europaweit expandieren. 01.10.2021 - 14:50 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die ProSiebenSat.1-Tochter NuCom und Cramer wollen sämtliche Anteile an EQOM verkaufen.

Foto: dpa

München. ProSiebenSat.1 setzt seine Verkaufstour fort und trennt sich von weiteren Firmen, die nicht mehr zum Kerngeschäft zählen. Die Beteiligungs-Tochter NuCom verkauft rund 98 Prozent an dem Erotik-Onlinehändler Amorelie an die niederländische EQOM-Gruppe, wie der Fernsehkonzern am Freitag mitteilte. EQOM sei einer der „größten Akteure auf dem Markt für Sexual-Wellness in Europa“ und übernehme auch die restlichen rund zwei Prozent der Gründerin Lea-Sophie Cramer. ProSieben sei für die weitere Internationalisierung nicht mehr der beste Eigentümer. Ein Preis wurde nicht genannt.

In der Branche hieß es, es handele sich um einen zweistelligen Millionenbetrag. ProSieben hatte Amorelie 2018 mit rund 92 Millionen Euro bewertet, als die Bayern ihren Anteil auf knapp 98 Prozent erhöhten und 21 Millionen Euro für 22,8 Prozent zahlten.

Amorelie wurde 2013 in Berlin gegründet, ProSieben stieg 2014 ein. Das Unternehmen ist neben Deutschland auch in Österreich, der Schweiz, Frankreich und Belgien vertreten. „Wir setzen nun unser aktives Portfolio-Management fort, zu dem Zukäufe ebenso wie Verkäufe zählen – insbesondere, wenn der Beitrag von ProSiebenSat.1 zum nächsten Entwicklungsschritt begrenzt ist“, sagte NuCom-Chef Friedrich Thoma.

Amorelie-Chefin Claire Midwood erklärte, nach dem Fokus auf Deutschland, Österreich und Schweiz wolle man sich jetzt verstärkt auf neue Märkte in Europa konzentrieren und freue sich auf künftige Wachstumschancen. EQOM hat zuletzt bereits zwei Branchenfirmen in Norwegen und den Niederlanden gekauft.

ProSieben erklärte, man fokussiere sich auf seine Beteiligungen, die durch Synergien mit dem Entertainment-Geschäft weiterentwickelt werden könnten und so den Wert der gesamten Gruppe erhöhen dürften. Der Konzern nimmt seit einiger Zeit das gesamte Portfolio unter die Lupe. Im Mai hatte ProSieben den Verkauf der Kosmetik-Tochter Flaconi Insidern zufolge auf Eis gelegt.

Konzernchef Rainer Beaujean sagte dazu bei der Vorlage der Halbjahreszahlen im August: „Wir sind immer offen, wenn jemand vorbeikommt.“ ProSieben setzt zudem auf seine Dating-Sparte ParshipMeet Group. Diese soll 2022 an die Börse gebracht werden, ProSiebenSat.1 will aber die Mehrheit behalten. Der Konzern hat jüngst die Vorbereitungen für den Gang auf das Parkett angeschoben. Die ProSieben-Aktie lag am frühen Nachmittag weitgehend unverändert bei 15,85 Euro.

rtr
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