US-Fernsehsender: CNN und Fox stecken in der Existenzkrise
Der Sender leidet unter sinkenden Quoten und dem Abgang prominenter Moderatoren.
Foto: APNew York, Washington. Es ist Donnerstagabend, Amerika sieht fern. Auf CNN läuft die Talkshow „Erin Burnett OutFront“, in der vier Experten am Glastisch sitzen und die neue Anklage gegen Ex-Präsident Donald Trump diskutieren. Zwei Sendeplätze weiter zeigt Fox News Aufnahmen einer Überwachungskamera in Las Vegas, die angeblich eine Ufo-Landung zeigen. Dann schwenkt auch der Sender auf Trump um, der am Donnerstag im Zusammenhang mit der Aufbewahrung geheimer Regierungsdokumente angeklagt wurde.
So weit, so normal. Die Fernsehriesen der USA sind Profis, wenn es um starke Bilder, große Politik und seichte Unterhaltung geht. Doch die beiden Nachrichten-Flaggschiffe CNN und Fox News – das eine eher liberal, das andere rechtskonservativ – kämpfen mit sinkenden Quoten, der Konkurrenz von Streamingplattformen und hausgemachten Skandalen.
Der Rücktritt von CNN-Interimschef Chris Licht am Mittwoch warf ein Schlaglicht auf die Krise der beiden international bekannten Sender. Der 51-Jährige musste nach nur einem Jahr an der Spitze wieder gehen. Ein vierköpfiges Team soll CNN vorübergehend leiten, bis ein neuer Chef gefunden ist.