US-Wahl: So bedroht der Murdoch-Streit Fox News' Einfluss in Washington
New York. Eigentlich müsste sich die Murdoch-Familie freuen: Seit Donald Trump erneut zum US-Präsidenten gewählt wurde, kommen immer mehr Gesichter ihres TV-Senders „Fox News“ in den inneren Zirkel der Macht. Mit den Nominierungen von Pete Hegseth als Verteidigungsminister, Sean Duffy als Verkehrsminister, Thomas Homan als „Grenz-Zar“, Marty Makary als nächster FDA-Chef und Janette Nesheiwat als nächste Verantwortliche der Gesundheitsämter ziehen mindestens fünf Kommentatoren und Experten von „Fox News“ in Washingtons künftige Administration ein.
Sie werden unter Trump direkt die Geschicke des Landes mitbestimmen – und damit wohl auch „Fox News“ besten Zugang zum politischen Geschehen in Washington bieten. Doch über die künftige Ausrichtung des stramm konservativen Senders gibt es seit Monaten einen Familienstreit mit offenem Ausgang. Obendrein hat das einst gute Verhältnis zwischen Trump und Rupert Murdoch zuletzt stark gelitten.
Im Clan der Milliardärsfamilie, die den Medienkonzern News Corp und Fox Corp kontrolliert, brodelt es: Vor Gericht streiten die Murdochs über das geschäftliche und politische Erbe. Beide Firmen sind das Lebenswerk von Senior Rupert. Der mittlerweile 93-Jährige hat mit seinen konservativen Zeitungen und TV-Sendern – von der britischen „The Times“ über „Fox News“ bis zur „New York Post“ und dem „Wall Street Journal“ – schon viele Wahlen auf der Welt beeinflusst.