Karin Dohm im Interview: Hornbach-Vorständin: „In Paris und New York werden Mädchen anders sozialisiert“
Seit April ist die Managerin Chief Financial Officer (CFO) des Baumarktbetreibers Hornbach.
Foto: HornbachFrau Dohm, jetzt müssen Sie schon wieder ein Gespräch darüber führen, wie man als Frau in den Vorstand eines börsennotierten Unternehmens kommt. Nervt das?
Seit ich im Januar in die Vorstände von Hornbach bestellt wurde, bin ich von Journalisten immer wieder angefragt worden für solche Gespräche. Das ist ein wichtiges Thema, don’t get me wrong. Aber ich bin ja vor allen Dingen CFO hier und spreche gern über geschäftsbezogene Themen.
25 Vorständinnen mehr als vor einem Jahr sitzen jetzt in Deutschland in den börsennotierten Unternehmen. Fast jedes dritte in dieser Zeit berufene Vorstandsmitglied ist eine Frau, 20 Unternehmen haben zum ersten Mal eine Frau berufen und in vier Unternehmen gibt es jetzt sogar drei Frauen im Vorstand. Freuen Sie sich über die gerade veröffentlichten Ergebnisse des Herbstberichtes der Allbright-Stiftung?
Ja, nachdem es im vergangenen Jahr ein negatives Wachstum gab, scheint das ein Schritt in die richtige Richtung. Mal sehen, ob wir diese Dynamik halten können. Es würde ja laut der Studie unglaubliche 26 Jahre dauern, bis wir bei 50 Prozent Frauenanteil angekommen sind, wenn es so langsam weitergeht wie in den vergangenen fünf Jahren.