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Softbank-Chef Masayoshi SonJeden Tag eine neue Idee

Der Chef des japanischen Mobilfunkkonzerns Softbank erkauft sich mit Investitionszusagen das Wohlwollen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Darf Masayoshi Son im Gegenzug T-Mobile USA übernehmen?Thomas Jahn, Martin Kölling 07.12.2016 - 18:00 Uhr Artikel anhören

Versucht der Softbank-Chef mit Hilfe des künftigen US-Präsidenten einen zweiten Übernahmeversuch bei T-Mobile?

Foto: AP

New York, Tokio. Diese Ehre gestand Donald Trump nicht einmal Japans Ministerpräsident Shinzo Abe zu. Höchstpersönlich begleitete der neu gewählte US-Präsident den japanischen Firmenchef Masayoshi Son bis ins Foyer seines Trump-Towers in New York. Abe, der Trump als erster Regierungschef nach der Wahl getroffen hatte, wurde hingegen im Büro verabschiedet. „Son hat gerade zugesagt, 50 Milliarden Dollar in die Vereinigten Staaten zu bringen – und 50 000 Jobs“, sagte Trump. Son sei einer „der großen Männer der Industrie“.

Die USA sind für den 59-jährigen Son vertrautes Terrain. Mit 16 Jahren kam der Sohn koreanischer Einwanderer nach Amerika, lernte die Sprache, ging aufs College und studierte Computerwissenschaften und Wirtschaft am renommierten Berkeley Campus der University of California.

Ehrgeizig war Son schon damals. Eine Innovation, eine Geschäftsidee pro Tag war sein Ziel. 1979 patentierte er im Alter von 22 Jahren ein elektronisches Wörterbuch und verkaufte die Idee für 500 000 Dollar an den japanischen Elektronikkonzern Sharp. Später gründete er Softbank, ein Unternehmen für Softwarevertrieb. Mit der IT-Blase der 1990er-Jahre schoss die Softbank-Aktie in unglaubliche Höhen – um rasch wieder abzustürzen. 70 Milliarden US-Dollar lösten sich in Luft auf.

Doch Son machte weiter und hatte bald einen Megahit im Portfolio: Chinas Onlinehandelsplattform Alibaba, die 2014 den größten Börsengang der Welt feierte. 2006 wurde Softbank zum Mobilnetzbetreiber, nachdem Son vom britischen Telekomgiganten Vodafone dessen japanisches Netz abgekauft hatte.

Vor wenigen Jahren erwarb Son für 21,6 Milliarden US-Dollar den US-Mobilanbieter Sprint. Danach wollte er T-Mobile USA kaufen, doch verhinderten Kartellwächter den Aufstieg zum Branchenriesen. Unter Trump könnte sich das jetzt ändern – zur Freude von T-Mobile-Eigentümer Deutsche Telekom.

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