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SerienauftaktWas Familienunternehmer beim Heiraten beachten sollten

Unternehmer wie Gründer können beim Heiraten nicht unbefangen „Ja“ sagen. Sie müssen immer auch ihre Firmen im Blick behalten. Wie, das erklärt unsere Serie.Anja Müller 07.07.2018 - 12:00 Uhr Artikel anhören

Das Aushandeln eines Ehevertrags kann für Familienunternehmer zur Belastungsprobe werden.

Foto: dpa

Unternehmerkinder wachsen bereits damit auf. Der Papa sagt: „Keine Ehe ohne Ehevertrag. Basta.“ Auch wenn die Zeit des Patriarchats in Familienunternehmen sich dem Ende zuneigt und die Hierarchie nicht in allen Firmen so streng ist: Auch heute sollte jeder, der Gesellschafter eines Familienunternehmens ist, nicht ohne Ehevertrag heiraten.

Eine gerade veröffentlichte Studie des Wittener Instituts für Familienunternehmen belegt: Das Verhältnis zwischen Unternehmen und Familie zählt zu den Themen, die Familienunternehmer nachts schlecht schlafen lassen. Etliche Firmen setzen daher eine Familienverfassung auf, die genau regelt, wer operativ tätig sein oder eben Gesellschafter sein darf. Dazu gehört etwa der Lebensmittelproduzent Develey.

Eheverträge gehören klar in diese Kategorie von Problemen. Familienunternehmer und deren Ehepartner können also im Ehevertrag eine wichtige Probe sehen, ob man zu einer für alle Seiten guten Lösung kommt, oder eben nicht.

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Unternehmer Kay Uplegger hat dem Handelsblatt einmal von den Problemen und Belastungen berichtet, die solche Verhandlungen auslösen können. Doch am Ende mit einem guten Ergebnis für den Betrieb: Denn selbst die Scheidung der Ehepartner hatte keinen negativen Einfluss auf die Firma.

Über die Ehe und den Ehevertrag hinaus ist es ein vitales Interesse aller Familienunternehmer, dass auch die nächste Generation Verantwortung im Unternehmen übernimmt. Die Erziehung der Kinder ist daher, und das belegt die Studie aus Witten, ebenfalls ein besonders wichtiges Thema, das beide Ehepartner – ob aus der Unternehmerfamilie oder eben nicht – gleichermaßen beschäftigt.

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Zwar wird heute in Familienunternehmen teamorientierter gedacht. Immer häufiger folgen auch Töchter an der Unternehmensspitze nach. Es ist also keineswegs mehr ausgemacht, dass der älteste Sohn auch die Firma führt. Ein Ehevertrag kann in allen Fällen dabei helfen, klare Regeln zu setzen, was Besitzverhältnisse und Führungsansprüche angeht.

In den kommenden Wochen erläutern mehrere Experten, welche Details beim Aufsetzen eines Ehevertrages zu beachten sind. Den Auftakt macht der Notar Christof Münch, der erläutert, dass Liebe und Vertrag zusammenpassen. In den weiteren Folgen werden dann an konkreten Beispielen tiefergehende Ratschläge vermittelt.

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