Nio, Geely, XPeng: Günstige Elektroautos, wenige Händler – So wollen die chinesischen Autobauer in Europa erfolgreich sein
Ab Herbst in Deutschland bestellbar.
Foto: ReutersDüsseldorf. Der schnell wachsende europäische E-Auto-Markt weckt Begehrlichkeiten. Vor allem Hersteller aus China, dem bislang größten Markt für Elektroautos, drängen nach Europa. Mit BYD, Nio und XPeng wagen gleich drei Autobauer dieser Tage den Markteintritt in Norwegen. Polestar und Great Wall Motors haben auf der Automesse IAA ebenfalls ambitionierte Wachstumspläne für Europa verkündet.
Mit ihren E-Autos wollen sie erreichen, was ihnen mit Verbrennern nie gelungen ist: den Heimatmarkt von BMW, Daimler und Volkswagen zu erobern. Aufgrund neuer Vertriebsmodelle wie Auto-Abos werde „der Angriff schneller erfolgen als bei den Herstellern aus Japan oder Korea“, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center of Automotive Research (CAR) voraus.
Bereits in fünf Jahren könnten Elektroauto-Start-ups wie Nio oder XPeng eine ernstzunehmende Rolle auf dem europäischen Markt spielen. Denn anders als einst Toyota und Hyundai müssten sie zumindest zu Beginn noch kein teures Händlernetzwerk aufbauen und „über die Dörfer gehen“, erklärt Dudenhöffer. Potenzielle Kunden könnten dank neuer Leasingmodelle risikolos die Modelle aus China testen.