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ImmobilienWie kaputt der Wohnungsmarkt in Europa wirklich ist

Viele europäische Länder kämpfen mit einbrechenden Neubauzahlen. Doch es gibt deutliche Unterschiede. Wo es besser läuft als hierzulande – und wo nicht.Carsten Herz, Tanja Kuchenbecker, Sandra Louven, Torsten Riecke und Helmut Steuer 06.03.2024 - 16:26 Uhr
In Deutschland ging die Zahl der Neubauten zuletzt deutlich zurück. Foto: dpa

Frankfurt, Paris, Madrid, London, Stockholm. Der Trend zeigt abwärts – und das deutlich. Die Bundesregierung hat ihr Wohnungsbauziel von 400.000 fertiggestellten Wohnungen im vergangenen Jahr erheblich verfehlt. 2023 wurde laut Statistischem Bundesamt in Deutschland nur der Bau von 260.100 Wohnungen genehmigt – der niedrigste Stand seit 2012, wie die Behörde mitteilte.

Neben den gestiegenen Finanzierungszinsen führten hohe Material- und Lohnkosten am Bau dazu, dass das Interesse von Käufern spürbar zurückging. Die Konsequenz war ein deutlicher Preisrückgang um 10,2 Prozent in Deutschland, wie aus aktuellen Daten der OECD unter 37 Industrieländern hervorgeht. Nur in Luxemburg sanken die Preise noch stärker. Zuerst hatte die britische Wirtschaftszeitung „Financial Times“ darüber berichtet. 

Weltweit ist jetzt allerdings in vielen Industrieländern eine Trendwende in Sicht. Laut den OECD-Daten stiegen die Hauspreise in den 37 Ländern im dritten Quartal durchschnittlich um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Nur ein Drittel der Länder meldete noch sinkende Preise gegenüber dem Vorquartal.

Darunter sind neben Deutschland auch Dänemark und Schweden. Hier gehen die Experten davon aus, dass der Abschwung nur noch in kleinen Schritten weitergehen wird und im Jahresverlauf die Trendwende nach oben einsetzt. Dagegen haben sich in den USA die Hauspreise schon von Januar bis November vergangenen Jahres um 5,2 Prozent nach oben entwickelt. Nirgendwo sonst in den OECD-Ländern ging es steiler nach oben.

Ein wesentlicher Grund für die Trendwende bei den Kaufpreisen ist auch der Mangel an Angeboten, die Interessenten zur Verfügung stehen. Restriktive Baugenehmigungen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Ländern wie Großbritannien und Frankreich tragen Experten zufolge ebenfalls zu einer geringeren Bautätigkeit bei, wodurch sich das Angebot verringert hat. 

Doch ein Blick ins europäische Ausland zeigt, dass durchaus nicht in allen anderen Nachbarländern der Einbruch so stark ist wie in Deutschland. Welche Länder stemmen sich erfolgreicher gegen den Abwärtssog – und wo gibt es ebenfalls große Probleme?

Die Korrespondenten des Handelsblatts haben einen Blick auf die Entwicklung des Neubaus in wichtigen europäischen Ländern geworfen und zeigen auf, wie kaputt der Wohnungsmarkt in Europa wirklich ist.

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