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SonntagsfrageAfD rutscht in Wahlumfrage weiter ab – Grüne legen zu

Die aktuelle Erhebung verzeichnet für die Partei den niedrigsten Zustimmungswert seit einem Jahr. Die Union hält sich demnach als mit Abstand stärkste Kraft bei 30 Prozent. 12.05.2024 - 12:32 Uhr aktualisiert
Die AfD verliert an Zuspruch. Foto: dpa

Berlin. Die AfD verliert im aktuellen Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Insa regelmäßig für die Zeitung „Bild am Sonntag“ erhebt, leicht in der Wählergunst. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die Partei demnach auf 17 Prozent – ein Prozent weniger als in der Vorwoche und ihr niedrigstes Ergebnis seit einem Jahr.

Die Umfrage bestätigt einen Trend, der sich zuletzt auch in anderen Umfragen abgezeichnet hatte. Auch in einer am vergangenen Dienstag veröffentlichten Forsa-Umfrage hatte die Partei den niedrigsten Wert seit April 2023 verzeichnet. Dort waren es jedoch 15 Prozent (minus eins). Seit Dezember habe die AfD etwa ein Drittel ihrer Anhänger verloren, entweder an andere Parteien oder an das Lager der Nichtwähler, hieß es im für die Fernsehsender RTL und ntv erhobenen Trendbarometer.

Die SPD bleibt der aktuellen Insa-Umfrage zufolge unverändert bei 15 Prozent, die Grünen legen wieder um einen Punkt von 12 auf 13 Prozent zu. Die FDP bleibt bei fünf Prozent.

Stärkste Kraft bleibt die Union mit ebenfalls unveränderten 30 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht bleibt bei sieben, Die Linke bei vier Prozent. Die sonstigen Parteien halten ihre sieben Prozent aus der Vorwoche, die Freien Wähler bleiben bei zwei Prozent.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Scholz wünscht sich Merz als Kanzlerkandidaten

Nach der nächsten Bundestagswahl will Olaf Scholz erneut ins Kanzleramt einziehen. Als Konkurrenten im Wahlkampf wünscht sich der SPD-Politiker nach eigenen Angaben gern CDU-Chef Friedrich Merz. „Ich halte das für sehr wahrscheinlich und – wenn ich das sagen darf – es wäre mir auch ganz recht, aber das entscheidet die CDU/CSU“, sagte der SPD-Politiker am Samstagabend bei einer Talkrunde des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in Potsdam.

Er reagierte damit auf die Frage, ob er sich darauf einrichtet, dass die Union Merz als Kanzlerkandidat aufstellt und er sein Gegner wird. Scholz wollte das aber nicht begründen: „Sage ich jetzt nicht“, sagte er mit einem Schmunzeln. „Nur zu, würde ich jetzt gerne sagen!“

Friedrich Merz (CDU) spricht im Bundestag, Olaf Scholz (SPD) hört zu. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Der Kanzler will flexibel reagieren: „Meine eigentliche Haltung zu diesen Fragen war immer, dass man das ja alles nicht wissen kann, wie es kommt und auch mit jedem oder jeder, die einem sich als Bewerber stellt, dann auch die politische Debatte führen soll“, sagte Scholz. „Wenn ich allein die letzte Legislaturperiode anschaue, wer mir da alles im Laufe der Zeit als der wahrscheinliche Unionskandidat oder -kandidatin präsentiert worden ist, dann ist die Liste ziemlich lang.“ Sein Verhältnis zu Merz beschrieb Scholz so: „Von meiner Seite aus ist es gut.“

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Merz war am vergangenen Montag von der CDU als Parteichef im Amt bestätigt worden. Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union soll erst nach den Wahlen in drei ostdeutschen Ländern im September fallen.

Neben Merz werden CSU-Chef Markus Söder und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) Ambitionen auf die Kanzlerkandidatur der Union nachgesagt. Nach Überzeugung von SPD-Chef Lars Klingbeil wird Scholz die Sozialdemokraten auch im nächsten Jahr in den Bundestagswahlkampf führen.

rtr, mr
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