1. Startseite
  2. Technologie
  3. IT + Telekommunikation
  4. Umzug ins Silicon Valley: Gegenwart, bitte nicht stören!

Felix Holtermann in San Francisco: Er berichtet von seinem Umzug. Foto: Skizzomat

Umzug ins Silicon ValleyGegenwart, bitte nicht stören!

Unser US-Korrespondent zieht um, vom lauten New York ins leise San Francisco. Dort wird achtsam an der Zukunft gewerkelt. Wären da nicht die Zumutungen der Gegenwart – und ein nagender Zweifel.Felix Holtermann 10.10.2024 - 17:00 Uhr Artikel anhören

San Francisco, New York. Ich sitze hellwach im Bett. Die Feuerwache 74 auf der anderen Straßenseite der Upper West Side hat mich um vier Uhr morgens geweckt. Mit infernalisch brüllender Sirene biegt die Engine Company in die ausgestorbene Columbus Avenue ein. Dank meiner einfach verglasten Fenster fährt sie praktisch durchs Schlafzimmer. Wieder eine kurze Nacht.

Zwei Tage zuvor hat mich ein anderes Geräusch geweckt: ein lautes Rascheln in meinem Vorkriegsapartment. Altbau heißt in Deutschland Stuckdecken. In New York Probleme. Die Quelle des Raschelns: eine fette Maus auf meiner Küchenbank. Unverfroren blickt sie mich an, verduftet dann in der Fußleiste. Mein Herz rast.

>> Dieser Artikel ist ein Beitrag zur großen Handelsblatt-Aktion „Zukunftsplan Deutschland“. Alle Texte finden Sie hier.

New York ist eine fantastische Stadt. Und eine absolute Zumutung. Alles ist laut und alles ist alt. New Yorker begrüßen sich gern mit der neuesten Horrorgeschichte – aus der Subway, mit dem Vermieter, zum Wetter. Im schwülheißen Sommer sitzt man drei Monate hinter der surrenden Klimaanlage. Der Winter bringt Blizzards, Stromausfälle und klopfende Heizungsrohre. Meine 100 Jahre alten Heizkörper lassen sich gar nicht regulieren. Es ist zu warm? Mach doch die Fenster auf, rät mein Hausmeister.

Zieh doch um, sagt mein Chefredakteur. Eigentlich hätte er es wohl am liebsten gesehen, wenn ich 2022 aus Frankfurt direkt nach San Francisco gezogen wäre, also dorthin, wo die Zukunft gemacht wird. Doch aus deutscher Perspektive erschien mir New York sympathischer, weil europäischer und bequemer. Heute weiß ich: Nur Ersteres stimmt. Zweieinhalb Jahre habe ich als Technologie-Korrespondent nun quasi an der falschen Küste gelebt. Es ist an der Zeit, ins Silicon Valley umzuziehen.

Umzug, San Francisco? Meine Freunde reagieren entsetzt, als ich von dem Plan berichte. Als echte New Yorker leiden sie unter einem kollektiven Stockholm-Syndrom: Sie hassen ihre Stadt – und halten den Gedanken für völlig abwegig, irgendwo anders leben zu können. Ich komme ins Grübeln: Worauf habe ich mich da eingelassen? Ein Erfahrungsbericht in vier Kapiteln.

I. Abschied

Die Umzugsleute waren da, ich stehe mit Freunden im leeren Apartment, 16C. Eine Freundin arbeitet für den Uno-Generalsekretär, ein anderer für einen Milliarden-Hedgefonds. Was uns verbindet, ist New York. „Du kommst eh nach einem Jahr zurück“, sagt die Uno-Frau. „Ich besuche dich, aber nur einmal“, sagt der Banker. Und ein bekannter Inverstor simst: „Oh mein Gott. Bereite dich auf einen Verlust an Lebensqualität vor!“ Ich genieße ein letztes Mal den Ausblick auf Midtown, über dem die Helikopter knattern, und schließe die Tür.

„Hast du dir das gut überlegt, San Francisco?“, fragt meine Nachbarin Christel Veissid. Sie ist ein lebendiges Stück Upper West Side und keine Dame, die man nach dem Alter fragt. Seit 1966 wohnt sie in Apartment 16A, mit den Barockkommoden und Chanukkaleuchtern. „Nein“, murmele ich. Christel reicht Wodka Tonic, wie immer. „Pass auf dich auf“, sagt sie vorsichtig. Und schaut ernsthaft besorgt.

Nein, San Francisco hat in New York keinen guten Ruf. Im vergangenen Jahr gab es 806 Drogentote, mehr als je zuvor. Die Obdachlosigkeit grassiert, zudem ist die Stadt extrem teuer. Das ist New York auch, aber San Francisco fehlt der Ausgleich: Weniger los, kaum Kultur, früh ins Bett – so lautet das Vorurteil der New Yorker über die Westküstenmetropole. Viele waren noch nie da.

New York ist eine Blase, die mit dem Rest Amerikas wenig gemein hat. Das geht damit los, dass in Manhattan zwangsläufig alle zusammenkommen, in der Subway zum Beispiel. Selbst Banker mit mehreren Millionen Jahreseinkommen quetschen sich in die stickige Röhre, um nicht im Dauerstau stecken zu bleiben. Nur die Vorstände fliegen Helikopter.

„New York ist die Stadt der Extreme“, sagt Astrid Dörner, unsere langjährige Wall-Street-Korrespondentin. „Und New York durchmischt.“ Tatsächlich ist die Stadt so divers wie keine andere in den USA. Hier leben Menschen aus über 200 Ländern. Das Valley hingegen, so heißt es, ist sehr weiß und einförmig. „Stell dich drauf ein, dass du vieles vermissen wirst“, mahnt meine Kollegin.

II. Ankunft

Ich schließe die Fenster in meinem neuen Apartment und atme auf. Etwas fehlt, doch ich vermisse es für keine Sekunde: der Lärm. „Dichte, schöne Fenster“, hat Angela Merkel einmal gesagt, als sie gefragt wurde, was sie mit Deutschland verbinde. In San Francisco gibt es sie auch. Mein neues Apartment ist so überteuert wie das alte in New York, aber es ist vier statt 100 Jahre alt. Heißt: keine Mäuse mehr, dafür Vierfachverglasung. San Francisco begrüßt mich leise, sehr leise.

In der Stadt am Pazifik leben 800.000 Menschen, ungefähr so viele wie in Frankfurt und nur ein Zehntel so viele wie in New York. Dennoch begreift sich San Francisco als die Nummer zwei des Landes, wie ich schnell lerne. Schon 1776 besetzen die Spanier das Golden Gate, die Einfahrt zum Naturhafen, der die Stadt reich macht. Mit dem Landraub an den Indianern und dem Goldrausch ab 1848 beginnt die Besiedlung des Westens. Heute ist die Bay Area der wichtigste Technologiestandort der Welt. Los Angeles, die Stadt der Selbstdarsteller und Schönheitschirurgen im Süden, wird müde belächelt.

San Francisco Skyline: Eine Stadt mit hoher Lebensqualität Foto: Unsplash

„Die Lebensqualität in San Francisco ist unfassbar hoch“, sagt mein Nachbar, ein Stanford-Professor. Er forscht an Gentherapieverfahren, um seltene Krankheiten zu heilen, und ist viel unterwegs. In seiner Freizeit geht er Surfen, Wandern oder Rennradfahren. Mein anderer Nachbar kommt aus Deutschland und ist nur für den Sommer hier. Er ist Praktikant bei einer Pharmafirma, die seine möblierte Einzimmerwohnung bezahlt. Sie kostet 7600 Dollar, im Monat. „Der Wahnsinn“, sagt der Student.

Wer es sich leisten kann, lebt in San Francisco gut. Hitze- und Kälterekorde wie in New York gibt es nicht. Es regnet selten und ist dennoch grün, dank „Karl the Fog“, dem Nebel vom Pazifik, der sich jeden Abend wie eine feuchte Decke über die Stadt legt. Auf dem ersten Spaziergang durch mein neues Viertel, Hayes Valley, begegnet mir ein Kolibri, der von Blume zu Blume summt. Der erste Ausflug führt in den Muir Woods Forest auf die andere Seite der Golden-Gate-Bridge. Dort stehen 2000 Jahre alte Redwood-Bäume, feuchtes Moos dämpft jeden Schritt, Handyempfang gibt es keinen. Ich fühle mich wie auf einem fernen Planeten und atme auf.

Felix Holtermann: Der Reporter vor der Golden Gate Bridge. Foto: HB

„Ihr mit euren Horrorgeschichten! Mir geht es gut“, texte ich meinen New Yorker Freunden. Klar, manches ist gewöhnungsbedürftig, etwa die Sorge der Einwohner, etwas falsch zu machen. Bei Terminen gibt es sechs Sorten Milchersatz zur Auswahl, außerdem muss ich meine „Pronouns“ angeben. Polizei sieht man, anders als in New York, kaum. Dennoch sind die meisten Stadtteile gepflegt: In Pacific Heights, wo die Senatoren und Milliardäre wohnen, werden die Gehwegplatten morgens gekärchert. In der Mission reihen sich Boutiquen, Seifenläden und Künstlercafés aneinander. Und im Castro fühlen sich Nudisten zu Hause.

Hier ist jeder willkommen, betont die Nahverkehrsgesellschaft Muni auf großen Schildern in der Station: „Diskriminierung auf Basis von Rasse, Religion, Herkunft, Geschlecht oder sexueller Identität“ dulde man nicht. Nur ein Merkmal fehlt: Diskriminierung auf Basis von Einkommen, schießt es mir durch den Kopf, als ich mit einem Eis die Tram besteige. Die Kugel hat 6,50 Dollar gekostet, zuzüglich 1,65 Dollar für das Waffelhörnchen. Für mich ist das Luxus. Die Techies stehen dafür Schlange.

III. Zukunft

Über den Pendler-Highway 101 fahre ich nach Santa Clara, zu Nvidia, dem aktuell heißesten Tech-Konzern der Welt. Nvidia entwickelt die Chips, die die Revolution rund um Künstliche Intelligenz (KI) antreiben. KI könnte nach dem Internet die nächste Jahrhunderterfindung aus dem Valley werden. „Jeder, mit dem ich zusammenarbeite, brennt für seine Arbeit“, erklärt mir Topmanagerin Kari Briski. Schließlich geht es um die Zukunft.

Aber auch der eigene Geldbeutel kommt nicht zu kurz: Laut einer Umfrage auf der Plattform „Blind“ sind mehr als drei Viertel aller Nvidia-Angestellten Millionäre – großzügigen Aktienoptionen sei Dank, die selbst Praktikanten erhalten. Viele kommen von den Eliteuniversitäten vor Ort, darunter Stanford und Berkeley.

„Für mich ist dieser Ort magisch“, sagt Deborah Bard. Die britische Physikerin ist vor vielen Jahren für einen Forschungsaufenthalt nach San Francisco gezogen und nie wieder gegangen. Heute arbeitet sie am National Lab in Berkeley und forscht mit ihren Kollegen am Supercomputer „Perlmutter“. „Nirgendwo sonst auf der Welt trifft man so viele Gleichgesinnte“, sagt Bard: Menschen, die die Geheimnisse des Universums entschlüsseln wollen.

„Es sind diese Netzwerke, die das Silicon Valley groß machen“, erklärt mir Katharina Borchert. Die Deutsche ist Biotech-Gründerin und lebt seit Jahren in Palo Alto. „Hier treffen brillante Köpfe auf das Geld, das ihnen ermöglicht, aus ihren Ideen ein Geschäft zu machen.“ Die perfekte Gesellschaft also? Borchert winkt ab. „Das Valley verkauft sich gerne als Meritokratie“, als Herrschaft der Begabten. „In Wirklichkeit ist es ein patriarchalischer Feuchttraum.“

Felix Holtermann in der Nvidia-Zentrale: Er besuchte den Konzern. Foto: Felix Holtermann

Alles drehe sich darum, zu den richtigen Kreisen zu gehören. Schon die Kleinsten würden mit außerschulischen Aktivitäten getriezt, um später auf die besten Unis zu kommen. „In New York triffst du normale Leute, selbst wenn du sehr reich bist. Im Valley bleibst du unter deinesgleichen.“ Morgens gehe es im Auto zum Tech-Job, dann zum Pilates- und Achtsamkeitskurs und abends zurück nach Hause, sagt Borchert. Umso größer sei der Schock über Armut, Obdachlosigkeit und Drogenmissbrauch, wenn man einmal in die Stadt fahre. „Das Silicon Valley ist eine verrückte Blase, die sich als Anwalt der Zukunft versteht. Die Gegenwart stört da nur.“

Zuletzt häuften sich die Zumutungen. „Ich war fassungslos“, berichtet mir eine Ex-Meta-Mitarbeiterin. Anfang 2023 wurde sie wie Zehntausende andere gefeuert – und erfuhr davon erst, als sie nicht mehr ins System kam. Heute arbeitet sie bei einem KI-Start-up. Lange galt ein Job als „Googler“ und Co. als Anstellung auf Lebenszeit, erfahre ich. Umso tiefer sitzt im Valley bis heute der Schock über die Entlassungswellen.

Mit jeder Woche in meiner neuen Heimat wird mir klarer, wie abhängig San Francisco von den Techies ist. Während New York von vielen Branchen lebt, Finanzen, Medien, Tourismus, dreht sich in der Bay Area alles um Tech: Mehr als 400.000 Menschen arbeiten in der Branche. San Francisco hat das höchste Pro-Kopf-Einkommen der großen US-Städte. War ein Haus hier 1995 noch doppelt so teuer wie im US-Schnitt, ist es heute fünfmal so viel. Doch was passiert, wenn die Techies gehen, zeigte Corona: Als die Büros verwaisten, gingen viele Läden pleite, explodierte die Obdachlosigkeit. „Die Stadt hat sich immer noch nicht von der Pandemie erholt“, höre ich ständig.

Eines Abends komme ich in die Lobby meines Gebäudes. In der Ecke liegt eine Frau ohne Schuhe, sie blutet stark. Der Security-Mann reagiert gelassen und ruft die Polizei. „Tenderloin“, raunt er mir zu, als würde das alles erklären.

IV. Zweifel

Tenderloin heißt das heruntergekommene Innenstadtviertel, das ich bisher gemieden habe. Es gilt Kritikern als Inbegriff dessen, was in der Bay Area falsch läuft. Aber wie schlimm kann es sein, denke ich mir: Auch in New York gibt es Obdachlose und Junkies, vom Frankfurter Bahnhofsviertel ganz zu schweigen. Abends breche ich auf, laufe einige Blocks Richtung Hafen und überquere die Market Street. Die Sonne geht hinter den Hügeln des Buena-Vista-Parks unter, als ich im Tenderloin ankomme.

Meine Nase nimmt als Erste wahr, dass sich etwas verändert hat. Der Asphalt glänzt dunkel, es riecht scharf nach Exkrementen. Mit jedem Straßenblock wird die Stadt düsterer. Menschen liegen auf Matratzen und in Zelten, sitzen mit offenen Beinen im Rollstuhl. Manche rauchen Crack, andere spritzen sich Fentanyl zwischen die Zehen. Ein Mann liegt mit dem Gesicht auf dem Asphalt. „Den kenn’ ich, der schläft immer so“, beruhigt mich sein Kollege.

Obdachlose in San Francisco: „Es ist eine Zumutung“. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

An einer Straßenecke haben sich etwa 250 Menschen versammelt zu einer Art Markt. Eine Frau verkauft Shampoo-Flaschen auf einer Decke, für 50 Cent das Stück. Ich nehme Reißaus vor einem aufdringlichen Dealer. Connor, 22, kommt mir zu Hilfe. Er lebt seit Jahren auf der Straße; Stress mit seinem Dad, sagt er, und Pech im Leben. Hier scheine wenigstens die Sonne. Vom Staat bekommt er 105 Dollar im Monat, dazu Essen von Hilfsorganisationen. Nur eine Wohnung, die bekommt er nicht.

Ja, man hat mich gewarnt. „Es ist eine Zumutung“, schimpfte etwa mein Wohnungsmakler. Andere Staaten kauften Obdachlosen Bustickets nach Kalifornien. Die linke Stadtregierung gehe nicht gegen die Dealer vor. Und die Bürger seien machtlos: „Wir können die Zelte ja nicht verbrennen.“ Als ich ihm erzähle, dass in New York jeder Obdachlose einen Anspruch auf einen Wohnheimplatz hat, blickt er erstaunt. „Geld gibt’s hier ja eigentlich genug“, sagt er, und braust in seinen BMW X5 davon Richtung Vorstadt.

Auf dem Heimweg versinke ich in Gedanken. Es ist Nacht geworden, der Nebel hängt tief über den Dächern. Wie passt das alles zusammen – eine Elite, die am Übermorgen baut, und Straßenszenen wie in einem Entwicklungsland? Der Reichtum in Cupertino, Palo Alto, Menlo Park, und das Elend im Tenderloin? Die Immobilienspekulation und Steueroptimierung der Wenigen und die Gesellschaft der Vielen, die auseinanderfliegt? Wo, so frage ich mich, bleibt der Zweifel?

Anruf bei Kara Swisher. Die Tech-Reporterin hat wohl mehr Valley-Vordenker interviewt als jeder andere US-Journalist. Inzwischen lebt sie in Washington. Sie liebe Technologie nach wie vor, sagt sie. Aber das kindische Verhalten vieler Gründer stoße sie ab. Der Glaube, dass das Valley links sei, sei schon immer ein großes Missverständnis gewesen. Das treffe vielleicht auf die einfachen Mitarbeiter zu. Aber den weißen Männern an der Spitze sei es „letztendlich immer nur um ihre Eigeninteressen“ gegangen, „um alles, was ihnen hilft, den nächsten Dollar zu verdienen“, glaubt Swisher.

Einer dieser weißen Männer ist James Scapa, Gründer des Produktdesign- und KI-Unternehmens Altair. Doch im Unterschied zu vielen CEO-Kollegen kommt Scapa aus dem Mittleren Westen und aus kleinen Verhältnissen. Seine Firma hat er über fast 40 Jahre hinweg aufgebaut, erzählt er mir. Nun sorge er sich davor, dass Trump die Wahl gewinnt – und dass seine Kollegen Bunker bauten, statt sich für eine gerechtere Gesellschaft einzusetzen. Was er selbst tue, frage ich vorsichtig. „Ich spende seit Jahren an zwei Stiftungen. Eigentlich sollte ich mehr tun“, sagt er. „Aber ich bin ja nicht superreich.“ Ich rechne nach: Scapas Anteil an Altair ist etwa drei Milliarden Dollar schwer.

Verwandte Themen
USA
Nvidia

Freitags treffe ich einen befreundeten Programmierer zum Lunch und berichte ihm von den Eindrücken meiner ersten Wochen im Valley. Tatsächlich zweifelten viele seiner Kollegen. Auch er: „Was mache ich hier eigentlich?“ Er habe bei mehreren Tech-Firmen gearbeitet und viel Geld verdient. Zuletzt baute er den Onlineshop eines Tierbedarfs-Start-up. Vor wenigen Tagen hat er gekündigt. „Der Gründer sagt immer, wir verändern die Welt. Dabei verkaufen wir Katzenfutter. Das kann es doch nicht sein.“ Er wolle jetzt erst einmal reisen.

Als ich wieder zu Hause ankomme, rufe ich meinen Hedgefonds-Freund in New York an. „Hast du manchmal ein schlechtes Gewissen, dass es dir so gut geht?“, frage ich ihn. „Wie bitte“, blafft es durch die Leitung. „Ich hatte heute Morgen eine Kakerlake in der Küche!“ Ach, New York.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt