Medien: Döpfner und KKR verhandeln über Aufspaltung von Axel Springer
Düsseldorf, Berlin, New York. Der deutsche Medienkonzern Axel Springer könnte aufgespalten werden. Springer-Chef und Großaktionär Mathias Döpfner sei in Verhandlungen mit dem größten Anteilseigner KKR über eine Aufteilung des Berliner Verlags in das Mediengeschäft und das digitale Kleinanzeigengeschäft, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen dem Handelsblatt. Zuvor hatte die „Financial Times“ am Donnerstag berichtet.
Dabei könnte der US-Finanzinvestor KKR mit dem kanadischen Pensionsfonds CPPIB die Kontrolle über das sogenannte Classifieds-Geschäft bekommen. Dazu gehören die Jobplattform Stepstone und das Anzeigengeschäft mit Immobilien (Aviv).
Döpfner wiederum würde zusammen mit der Verlegerin Friede Springer das Sagen im Mediengeschäft haben, wozu neben den Zeitungen „Bild“ und „Welt“ auch die US-Medien „Politico“ und „Business Insider“ gehören.
Ein Springer-Sprecher sagte: „Wir kommentieren keine Marktgerüchte.“ Alle Anteilseigner seien „hochzufrieden“ mit der Entwicklung seit dem Börsenrückzug 2019. KKR erklärte, gemeinsam habe man bei „Axel Springers digitalen und internationalen Ambitionen bedeutende Fortschritte gemacht“. Zudem glaube man an weiteren Erfolg und Wachstum des Unternehmens.
Handelsblatt-Informationen zufolge ist noch keine Entscheidung gefallen. Eine Aufspaltung erscheint aber als ein realistisches Szenario. Döpfner könnte auf der Basis in der Folge expandieren.