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SchuleWie in Deutschland noch gute Bildung möglich ist

Lehrermangel, schlechte Pisa-Ergebnisse und marode Schulgebäude. Das deutsche Bildungssystem steckt in der Dauerkrise. Doch es gibt staatliche Schulen, die jeden Tag zeigen, wie es besser geht.Annika Keilen, Franziska Telser 10.10.2024 - 17:00 Uhr Artikel anhören
Schülerinnen arbeiten während des Unterrichts an einem Roboterarm. Foto: Getty Images [M]

Düsseldorf / Berlin. Wenn Daniela Spielmann unterrichtet, formuliert sie so, als spreche sie mit nur einem einzelnen Schüler. Dabei meint sie die gesamte Klasse: „Hast du das verstanden?“, fragt sie die Runde. „Jetzt darfst du nur leise sprechen“, weist sie die Schülerschaft an. Sie wolle ausdrücken, dass sie jeden einzelnen ihrer Schüler sehe. Sie selbst wolle schließlich auch als Individuum wahrgenommen werden.

Daniela Spielmann ist didaktische Leiterin und Lehrerin an der Nelson-Mandela-Gesamtschule im nordrhein-westfälischen Bergisch Gladbach. Gerade unterrichtet sie Deutsch in der Lernzeit. Dieser Teil des Schulkonzeptes soll auf selbstständiges Arbeiten vorbereiten.

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Die Tische der Siebtklässler stehen weit auseinander. Stifte kratzen auf Papier, sonst herrscht Ruhe. Wie an der Universität bereiten sich die Schüler über Wochen individuell auf ihre Prüfung vor. Dabei ist die Klientel der Gesamtschule eine völlig andere.

70 Prozent haben laut Nelson-Mandela-Gesamtschule einen Migrationshintergrund, 13 Prozent sind Inklusionskinder mit einem Förderbedarf in der geistigen Entwicklung, der Sprache, beim Lernen oder beim emotional-sozialen Umfeld.

Nur vier Prozent der Schüler und Schülerinnen kommen nach der vierten Klasse mit einer Gymnasialempfehlung auf die Nelson-Mandela-Gesamtschule. Trotzdem tritt jeder dritte nach der zehnten Klasse in die Oberstufe ein, die zum Abitur führt.

„Das ist eine herausragende Leistung – vor allem unter den Umständen der Zusammensetzung der Schülerschaft“, sagt Andreas Tempel, Landesvorsitzender der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule (GGG) Nordrhein-Westfalen und selbst Gesamtschuldirektor. Das sah auch die Jury so, die der Nelson-Mandela-Gesamtschule im vergangenen Jahr den Deutschen Schulpreis verlieh, der alljährlich die besten Schulen der Republik prämiert.

Bei der Nelson Mandela Gesamtschule wollen Lehrkräfte die Stärken und Schwächen des Einzelnen sehen. Foto: Nelson-Mandela-Gesamtschule / Keilen

Es sind Schulen wie die in Bergisch Gladbach, die zeigen, was im deutschen Bildungssystem alles möglich ist – werden ihm doch sonst eher Armutszeugnisse ausgestellt. Alle drei Jahre etwa durch den internationalen Pisa-Leistungsvergleich. 2022 haben Schüler und Schülerinnen in Deutschland in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften so schlecht abgeschnitten wie nie zuvor.

Vieles von dem, was das deutsche Bildungssystem zurückwirft, kann die einzelne Schule kaum beeinflussen. Etwa den Lehrermangel. Bis 2025 werden 25.000 Lehrer mehr gebraucht, als es derzeit gibt, so schätzt es die Kultusministerkonferenz (KMK). Laut Experten ist das eine optimistische Schätzung.

In Bayern beispielsweise fielen im vergangenen Schuljahr an den beruflichen Schulen rund vier Prozent der Stunden aus. In Nordrhein-Westfalen wurde in der ersten Hälfte des Jahres 2023/2024 schulübergreifend jede 20. Stunde des Unterrichts ersatzlos gestrichen. Zudem fanden nur gut drei Viertel der Stunden nach Plan statt.

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Doch die Nelson-Mandela-Gesamtschule und andere Schulen, die schon mit dem deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden, zeigen auch: Selbst in einem Gesamtsystem voller Mängel lassen sich beachtliche Ergebnisse erreichen. Was sind die Geheimnisse der stillen Stars im deutschen Schulsystem, und was lässt sich von diesen Musterschulen für das Gesamtsystem lernen?

Individuen statt Schülerschaft

Gute Schulen seien solche, die die Schwächen und Stärken der Einzelnen sehen, „wo Schüler und Schülerinnen merken, sie können sich entwickeln und gute Leistungen bringen“, sagt Miriam Vock. Sie ist Professorin für empirische Unterrichts- und Interventionsforschung an der Universität Potsdam und Mitglied der Jury des Deutschen Schulpreises. Gute Schulen könnten systematisch feststellen, wo Schüler stehen, und fördern, wenn jemand zurückfällt: „Solche Schulen leisten das, was wohlhabende Eltern sich mit privater Nachhilfe einkaufen.“

So wie es etwa in der Nelson-Mandela-Gesamtschule passiert. Schüler und Schülerinnen arbeiten in der Lernzeit individuell an einem Aufgabenmodul, einem Papierbogen bestehend aus Arbeitsaufgaben. So betreut beispielsweise die Lehrerin Daniela Spielmann aktuell im Fach Deutsch das Modul „Einen sachlichen Bericht schreiben“.

Die Schüler lernen anfangs, was zu einem Bericht gehört, und müssen am Ende des Aufgabenmoduls selbst einen schreiben. Erst nach einer Kontrolle durch die Lehrerin können sie die Klassenarbeit schreiben. Wann die Kinder sie schreiben, kann sehr unterschiedlich sein, da jeder in einem bestimmten Zeitfenster in seinem eigenen Lerntempo arbeitet.

Parallel dazu finden Regelunterricht, Projektarbeit und Lernberatungen mit dem Klassenlehrer statt, um Schwächen und Stärken zu identifizieren und Fördermaßnahmen zu vereinbaren. Das können zum Beispiel Lernberatungen sein oder Nachhilfeunterricht in der Schule.

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Was der Schule wichtig ist: individuell entscheiden. So sei eine Schülerin als Geflüchtete erst spät an die Nelson-Mandela-Gesamtschule gekommen. Eigentlich wäre Voraussetzung für die Oberstufe eine gute Deutschnote gewesen. Sie wurde trotzdem zugelassen. Mittlerweile habe die Schülerin das Abitur geschafft. „Ich kann doch nicht an einem Sprachniveau das geistige Niveau festmachen“, sagt Schulleiter Dieter Wagner. „Da muss man manchmal die Erlasslage großzügig interpretieren.“

Oder wie Andreas Tempel vom GGG sagt: „Die Schulen mit dem Deutschen Schulpreis werden von Ministerien beklatscht, bewegen sich mit ihren Konzepten aber nicht mal mehr im Graubereich. Doch statt an den Erlasslagen zu arbeiten und deren Konzepte für andere Schulen zu öffnen, freut man sich wieder über den nächsten Schulpreissieger.“

Schulen müssen da auffangen, wo die Bildungspolitik versagt

Eines haben alle mit dem Schulpreis ausgezeichneten Einrichtungen gemeinsam: Laut Jurymitglied Miriam Vock schaffen sie „einen Ort, wo Schüler und Lehrkräfte gern hingehen“. Ganz entscheidend seien hier die Schulleitungsteams, die Visionen haben und das Kollegium mitnehmen. Schließlich braucht es in Deutschland viel Eigeninitiative, um eine gute Schule zu sein. Oder wie Nelson-Mandela-Schulleiter Wagner sagt: „Wir fangen hier ganz viel selbst auf.“

Denn auch wenn an seiner vieles glänzt – selbst die Schulklos sind sauber –, kämpft auch sie mit der deutschen Bildungslandschaft. So wird die Schule – wie so viele – nicht saniert. Die Schulleitung teilt sich zu dritt einen ehemaligen Klassenraum – ihr Besprechungsraum ist seit der Schulgründung vor elf Jahren ein Provisorium.

Wir fangen hier ganz viel selbst auf.
Dieter Wagner
Schulleiter Nelson-Mandela-Gesamtschule

Genauso lange warten sie auf Sitzmöglichkeiten auf dem Schulgelände. Inzwischen haben sie aus Holzstämmen selbst welche gebaut. Weil die Mensa zu klein ist, essen die Schüler in Schichten. Mit viel Aufwand organisieren sich die Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer an den Mängeln des Bildungssystems vorbei.

Es ist also nicht die besonders tolle Ausstattung, die Deutschlands Topschulen so besonders macht. Mareike Kunter leitet am Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation die Abteilung Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen. Sie sieht einen anderen Schlüsselfaktor. Laut ihrer Aussage machen die mit dem Schulpreis ausgezeichneten Schulen im Kleinen genau das, was Länder mit guten Pisa-Ergebnissen im Großen machen: „Sie evaluieren regelmäßig, was die Bedarfe an der Schule sind, was man verändern kann – und setzen das um.“

Die Kundenbedürfnisse systematisch analysieren und das eigene Produkt daran anpassen – für viele Beschäftigte in gewinnorientierten Unternehmen mag das selbstverständlich klingen. Ist es an Schulen aber nicht. An vielen öffentlichen Schulen ist es für Lehrkräfte kein Problem, jahre- oder sogar jahrzehntelang ihren Unterrichtsstoff herunterzuspulen, egal ob jemand zuhört oder nicht. Hauptsache, der Lehrplan wird eingehalten.

Fähigkeiten, die auf die heutige Arbeitswelt vorbereiten

Vor diesem Problem stand die Hamburger Berufsschule ITECH, die ebenfalls 2023 den deutschen Schulpreis gewonnen hat. Vor zehn Jahren, erzählt Schulleiterin Monika Stausberg, hätten die Lehrkräfte gemerkt, dass sie die Schülerinnen und Schüler nur noch vereinzelt mit dem Unterricht erreichten – und dass sich etwas ändern müsse. Die Lehrer entwickelten ein neues Konzept auf Basis einer digitalen Lernmanagement-Plattform. Das Ziel: individueller auf die Schülerinnen und Schüler eingehen und Kompetenzen wie Kreativität und kritisches Denken fördern.

In den Räumen der ITECH sitzen an einem Dienstagvormittag rund 80 Azubis für Fachinformatik in Gruppen zusammen und blicken in ihre Laptops. Die 24-jährige Fenja Riemann etwa tüftelt mit ihrer Gruppenpartnerin Alicia Kranzel und zwei anderen Schülern an einer Kosten-Nutzen-Analyse. Diese gehört zu einem größeren Projekt, das sie am Ende ihres dreieinhalbwöchigen Schulblocks abgeben sollen.

An der Hamburger Berufsschule ITECH erinnert nur wenig an eine herkömmliche Schule. Foto: ITECH

Kommen die Azubis nicht weiter, können sie sich an eine der vier Lehrkräfte wenden, die im Raum sind. Ansonsten arbeiten die Schüler den Vormittag über weitgehend selbstständig. „Unterricht fällt bei uns dadurch kaum aus“, sagt Schulleiterin Stausberg. Zwar ist jeder Lehrer einer Klasse zugeordnet. In der Regel werden aber mehrere Klassen zu einer Einheit zusammengelegt, die dann von den Lehrkräften gemeinsam betreut werden. Ist ein Kollege mal krank, kompensieren das die anderen im Team.

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Generell setzt man bei der ITECH stark auf Teamarbeit – ein Punkt, der an vielen anderen öffentlichen Schulen zu kurz kommt. Das Prinzip „Ein Lehrer, eine Klasse, ein Fach“ gibt es an der Hamburger Berufsschule nicht. Durch die Betreuung im Team seien nicht nur mehr Lehrer mit unterschiedlicher Expertise für die Schüler während einer Unterrichtseinheit ansprechbar, sagt Stausberg. Die Lehrer würden auch voneinander viel lernen – und sich so mit der Zeit Fachfremdes zutrauen.

Pro Schulblock behandeln die Azubis in der Regel ein sogenanntes Lernfeld, in das die klassischen Unterrichtsfächer eingegliedert sind. Statt Frontalunterricht bekommen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Szenarien vorgegeben, von denen sie eines als Gruppe bearbeiten. Riemann und Kranzel etwa sollen für die Echt Hamburg GmbH, ein fiktives Franchiseunternehmen, die Serverstruktur verbessern. Es gibt eine kurze Einführung und regelmäßige Inputs, die freiwillig sind. Das Konzept: Die Azubis entscheiden selbst über ihr Tempo, ihren Lernort und mit wem sie zusammenarbeiten wollen.

Alicia Kranzel (links) und Fenja Riemann tüfteln an ihrer Kosten-Nutzen-Analyse. Foto: Franziska Telser

Statt ausschließlich Fachwissen zu vermitteln, sollen so auch Fertigkeiten wie Teamfähigkeit, Selbstreflexion, Lernkompetenz und lösungsorientiertes Denken gestärkt werden. „Skills, die die Schülerinnen und Schüler in ihrem Arbeitsalltag später brauchen“, sagt Schulleiterin Stausberg. Am Ende eines Unterrichtblocks beurteilen die Lehrkräfte nicht nur das Projektergebnis, sondern auch, welche Entwicklung die Schüler gemacht haben, wie sehr sie sich angestrengt haben und wie gut sie Fehler reflektieren können.

Bildungsungerechtigkeiten auffangen

So soll auch vermieden werden, dass Schüler mit einem geringeren Bildungsniveau ständig das Gefühl haben zu scheitern. „In dieser Gruppe ist selbstverantwortliches und individuelles Lernen besonders wichtig“, sagt Stausberg.

Denn Chancengleichheit ist ebenfalls etwas, woran es in deutschen Schulen hakt. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund oder aus sozial benachteiligten Elternhäusern bleiben oft auf der Strecke. „Unser Bildungssystem ist nicht gut darin, Kinder aus bildungsferneren Haushalten mitzunehmen“, sagt Bildungsforscherin Kunter.

Zwar seien die Hauptschulen, die früher als Sammelbecken für solche Schüler galten, in vielen Bundesländern mittlerweile abgeschafft worden. „Gute Konzepte, die sich an diese Schüler richten, sind aber dringend notwendig.“

Wie sich die Positivbeispiele auf andere Schulen übertragen lassen

Die ITECH will hier ansetzten – und mit ihrem eigenverantwortlichen Konzept alle mitnehmen. Das, glaubt Stausberg, sei auch an anderen Schulen anwendbar – etwa an einer Gesamt- oder einer Grundschule oder auch am Gymnasium.

Auch Bildungsforscherin Kunter ist überzeugt, dass sich Schüler und Schülerinnen durch eigenverantwortliches Lernen motivieren lassen. „Voraussetzung ist allerdings, dass die Kinder und Jugendlichen gut unterstützt werden“, sagt sie.

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Damit solche Konzepte funktionieren, müssten die Lehrer wissen, wo die Schüler stehen, wer welche Kenntnisse hat und dementsprechend mehr oder weniger Betreuung braucht: „Dann sind solche Lernformen sehr effektiv.“ Um das herauszufinden, könnten digitale Tools helfen – die zum Beispiel den Lernfortschritt der Schüler tracken und den Lehrern anzeigen, wer noch Nachholbedarf hat.

Unser Bildungssystem ist nicht gut darin, Kinder aus bildungsferneren Haushalten mitzunehmen.
Mareike Kunter
Bildungsforscherin

Schulleiter Wagner von der Nelson-Mandela-Gesamtschule hält dagegen vor allem seine Herangehensweise, sich Konzepte von anderen Schulen abzuschauen, für übertragbar. Auch er habe viele Schulen besucht und gute Konzepte für seine Schule übernommen und angepasst.

Doch auch seine Schule käme manchmal an ihre Grenzen. Etwa wenn die Politik Vorschriften erließe, die eine Woche später schon überholt seien, oder die Landesregierung ständig neue Vorgaben mache. „Man lässt die Schulen nicht in Ruhe arbeiten“, kritisiert Wagner. Die Lehrkräfte würden zusätzlich belastet.

Dabei funktionieren die Konzepte der Nelson-Mandela-Gesamtschule ohnehin nur, weil die Lehrkräfte sehr engagiert sind. „Teilweise so intensiv, dass ich sie an ihr Zuhause erinnern muss“, sagt Schulleiter Wagner. Einen Lehrermangel habe er wegen des guten Rufs der Schule nicht. Eine Ausnahme, mit der sich jedoch nicht der deutschlandweite Lehrermangel beheben lässt.

Wie die Politik das Schulsystem verbessern könnte

Dazu müsste die Politik die Rahmenbedingungen ändern, sagt die Potsdamer Professorin Vock. Etwa, indem das Potenzial von geflüchteten Lehrkräften systematisch genutzt würde: „Das ist ein riesiges schlummerndes Potenzial.“ Die Hürden der Anerkennung seien zu hoch.

Außerdem müsste man strukturell klären, wie Lehramtsstudierende in der Schule eingesetzt werden, wenn eine Schule schon auf Teilqualifizierte angewiesen ist. Bestimmte Aufgaben sollten nur voll ausgebildete Lehrkräfte übernehmen, angeleitete Lehramtsstudierende könnten aber Aufgaben wie die Betreuung von Projektaufgaben übernehmen, sagt Vock. „Die Realität ist bisher oft anders: Wer eingestellt ist, bekommt die volle Verantwortung einer Lehrkraft übertragen, auch wenn die Person diese Qualifikation nicht oder nur teilweise hat.“

Es wäre sowieso gut, wenn die Politik nicht nur daran arbeiten würde, den Lehrkräftemangel zu mindern, sondern auch über andere Möglichkeiten nachdächte, wie man den oft überlasteten Lehrkräften Arbeit abnehmen könnte, sagt Vock. Etwa Integrationshelfer, IT-Administratoren oder Sozialarbeiter.

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Doch solange es im deutschen Bildungssystem an eigenen Konzepten und an Personal mangelt und Schulgebäude marode sind, sind Schulen auf die eigene Kreativität angewiesen, ihre Schülerschaft auf die Zukunft des Berufslebens vorzubereiten – eben wie die Nelson-Mandela-Schule und die ITECH.

Bei Alicia Kranzel kommt die kreative Ausbildung jedenfalls gut an. Bevor sich die Berufsschülerin für ihren jetzigen Karriereweg als Fachinformatikerin für Systemintegration entschied, startete sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin inklusive Pflegeschule: „Da gab es ausschließlich Frontalunterricht.“ Oft sei sie total erschlagen gewesen, habe regelmäßig den Faden verloren und schlechte Noten bekommen. Auf der ITECH dagegen könne sie in ihrem eigenen Tempo lernen. Heute, sagt sie, sei ihr Ziel, unbedingt noch die Kosten-Nutzen-Analyse fertig zu bekommen.

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