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BundestagswahlWüst verzichtet auf Kanzlerkandidatur – und unterstützt Merz

Der Ministerpräsident von NRW war lange als möglicher Kanzlerkandidat der Union gehandelt worden. Nun zieht er zurück und will CDU-Chef Friedrich Merz unterstützen. 16.09.2024 - 18:44 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Hendrik Wüst ist seit 2021 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich in der Frage der Kanzlerkandidatur der Union hinter CDU-Chef Friedrich Merz gestellt. Er habe darum gebeten, Friedrich Merz zu unterstützen, sagte Wüst nach einem Vorstandstreffen der NRW-CDU in Düsseldorf. „Friedrich Merz kann sich auf die Unterstützung seines Landesverbandes verlassen.“

Zuvor hatte Wüst bekannt gegeben, für eine Kanzlerkandidatur der Union bei der Bundestagswahl 2025 selbst aktuell nicht zur Verfügung zu stehen. „Meine Aufgaben liegen hier in Nordrhein-Westfalen“, sagte er.

Der Ministerpräsident des bevölkerungsreichsten Bundeslandes und Chef des größten CDU-Landesverbands wurde lange als potenzieller Anwärter auf die Kanzlerkandidatur der Schwesterparteien CDU und CSU gehandelt. Als Favorit der CDU gilt deren Vorsitzender Friedrich Merz. Auch der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder hatte mehrfach seine Bereitschaft für die Kandidatur erklärt.

Wüst warb demnach zugleich um Geschlossenheit in CDU und CSU: „Nur einer starken und einigen Union im Bund wird auch die Ablösung der Ampelregierung gelingen.“

Merz und Söder hatten verabredet, die K-Frage im Spätsommer zu entscheiden, nach den Wahlen in drei ostdeutschen Ländern. Am kommenden Sonntag ist in Brandenburg die letzte der drei Wahlen – und zugleich kalendarischer Herbstanfang und damit das Ende des Spätsommers.

Im Bundestagswahlkampf 2021 hatte Söder sich mit dem damaligen CDU-Chef Armin Laschet ein hartes Ringen um die Kanzlerkandidatur geliefert, in dem Söder zwar unterlag, aber danach keine Ruhe gab. Am Ende verlor die Union die Bundestagswahl.

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Baldige Entscheidung

Merz hatte sich zuletzt am Sonntagabend zu seiner Entscheidung geäußert. Auf die Frage, ob seine Entscheidung gefallen sei, sagte der Unionsfraktionschef in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“ nur: „Bald.“ Die Union zögere bei der Frage nicht. „Sondern wir haben einen festen Fahrplan. Und an diesen Fahrplan werden wir uns halten.“ Söder und er „werden einen Vorschlag machen, und dann werden sich die Parteivorstände von CDU und CSU damit beschäftigen“, sagte Merz.

dpa
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