PFAS: Start-up Oxyle will existenzielles Problem der Chemieindustrie lösen
Zürich. Für die Chemieindustrie könnten sie zur existenziellen Bedrohung werden: sogenannte Ewigkeitschemikalien, auch bekannt unter dem technischen Kürzel PFAS. Das Schweizer Start-up Oxyle hat nun eine Technologie entwickelt, die das Problem lösen könnte.
Das Team um die Gründer Fajer Mushtaq und Silvan Staufert hat einen winzigen porösen Feststoff mit besonderen Eigenschaften, ein sogenanntes Nanomaterial, entwickelt, mit dem sich Ewigkeitschemikalien nach Angaben des Unternehmens rückstandslos aus kontaminiertem Wasser entfernen lassen. CEO Mushtaq sagt: „Unsere Fähigkeit, das weltweite PFAS-Problem zu lösen, hängt fast ausschließlich von unserer Innovationskraft ab. Und genau daran arbeiten wir bei Oxyle.“
Das forderte der langjährige BASF-Chef Martin Brudermüller schon 2021: „Wir brauchen keine Verbote, sondern Innovationen.“ Erst im Mai dieses Jahres zahlte der Chemiekonzern in den USA mehr als 300 Millionen Dollar, um eine Sammelklage wegen Umweltverschmutzungen mit Ewigkeitschemikalien beizulegen. Die EU prüft, die Chemikalien im Zuge einer Verordnung rundheraus zu verbieten. Doch für viele Hightech-Anwendungen sieht die Branche keine Alternative.