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BitcoinFlatexdegiro startet Krypto-Handel in Deutschland

Das SDax-Unternehmen konkurriert künftig mit Brokern wie Trade Republic. Dabei will Flatexdegiro bei den Kunden vor allem mit niedrigen Gebühren punkten.Dennis Schwarz 16.12.2024 - 14:47 Uhr Artikel anhören
Bitcoin-Logo: Bei dem Broker Flatexdegiro können die Kunden jetzt auch mit Kryptowährungen handeln. Foto: E+/Getty Images

Frankfurt. Lange hatte es Flatexdegiro angekündigt, nun ist es so weit: Das Frankfurter SDax-Unternehmen startet den Handel mit Kryptowährungen. Das teilte der Broker am Montagmorgen mit. Demnach können Kunden in Deutschland ab sofort 20 Kryptowährungen handeln.

„Kryptowährungen ergänzen unser breites Produktportfolio um eine relevante Anlageklasse“, sagte Oliver Behrens, Chef von Flatexdegiro. Das Unternehmen wolle unter anderem mit niedrigen Ordergebühren das führende Kryptoangebot in Deutschland schaffen.

Flatexdegiro tritt mit dem neuen Angebot somit künftig auch in Konkurrenz zu Brokern wie Trade Republic. Das Unternehmen bietet allerdings bereits seit 2021 den Handel mit Kryptowährungen an. Auch über Konkurrent Scalable Capital können Kunden in Krypto investieren, allerdings nicht direkt, sondern in Krypto-ETPs. Krypto-ETPs sind Wertpapiere, die den Wertverlauf einer zugrundeliegenden Kryptowährung abbilden. Dies bietet Flatexdegiro allerdings ebenfalls seit 2015 an.

Bei Flatexdegiro müssen Kunden für das neue Angebot künftig pro Order eine Gebühr von 0,5 Prozent des Orderwerts zahlen, zudem fallen noch 0,1 Prozent für den sogenannten Spread an. Spread bezeichnet den Unterschied zwischen dem Verkaufs- und dem Kaufkurs eines Wertpapiers.

Zum Vergleich: Bei Scalable Capital zahlen Kunden mit einem kostenlosen Depot 0,99 Euro pro Trade. Hinzu kommt ein Spread-Aufschlag von 0,99 Prozent. Im Abonnement „Prime plus“, das 4,99 Euro im Monat kostet, ist ab einem Volumen von 250 Euro eine Flatrate enthalten. Der Spread-Aufschlag beträgt dann noch 0,69 Prozent.

146
Prozent
So stark legte der Bitcoin seit Jahresbeginn zu.

Bei Trade Republic fällt aktuell eine Fremdkostenpauschale von einem Euro pro Handelsvorgang an. Einen konkreten Spread weist Trade Republic nicht aus, für die Höhe des Spreads sei der Handelsplatz verantwortlich, heißt es auf der eigenen Website nur.

Krypto-Hype nach Trump-Wahl

Scalable zählt insgesamt 1,1 Millionen Kunden, Trade Republic kommt auf mehr als vier Millionen. Flatexdegiro hat derzeit etwa drei Millionen Kunden. Die Kryptoanlagen werden beim Münchener Unternehmen Tangany verwahrt, als Handelsplatz nutzt Flatexdegiro die Wertpapierhandelsbank Tradias.

Donald Trump im Juli beim Bitcoin-Kongress in Nashville: Seine Wahl zum US-Präsidenten befeuert den Krypto-Hype. Foto: REUTERS

Mit dem Angebot steigt Flatexdegiro zu einer Zeit ein, in der Kryptowährungen einen Hype erfahren. In der Nacht auf Montag stieg der Bitcoin, die älteste und wichtigste Kryptowährung, auf ein neues Allzeithoch von mehr als 106.000 Dollar. Seit Jahresbeginn ist der Bitcoin damit um über 146 Prozent gestiegen.

Der jüngste Boom setzte allerdings mit der Wiederwahl Donald Trumps zum US-Präsidenten Anfang November ein. Trump hatte im Wahlkampf eine ganze Reihe von Initiativen angekündigt, die der Kryptobranche Auftrieb geben könnten. US-Präsident Joe Biden war ein erklärter Kryptogegner und verschärfte die Vorschriften in seiner Amtszeit drastisch. Die US-Regulierungsbehörde SEC verfolgte unter ihm einen besonders harten Kurs gegen Kryptoprojekte und reichte eine ganze Reihe von Klagen ein, die sie zum Teil verlor.

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Von dem Hype will nun auch Flatexdegiro profitieren. Ursprünglich wollte das Unternehmen bereits 2022 mit einem Kryptoangebot starten und dafür mit der Börse Stuttgart zusammenarbeiten. Dazu kam es allerdings nicht. Denn die Bafin stellte seinerzeit bei einer Sonderprüfung Mängel bei Flatexdegiro fest, das Unternehmen verschob daraufhin seine Prioritäten.

Nach Deutschland will Flatexdegiro das Kryptoangebot im kommenden Jahr auch auf Österreich und die Niederlande ausweiten.

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