Raumfahrt: Europas SpaceX? Maiaspace will mit Musk-Raketen konkurrieren
Paris. In einem Waldgebiet nahe der französischen Kleinstadt Vernon arbeiten Ingenieure an einer europäischen Antwort auf die Raketen von Elon Musk. Auf dem abgeschotteten Werksgelände anderthalb Autostunden westlich von Paris befindet sich der Sitz von Maiaspace, das als erstes Raumfahrtunternehmen aus Europa eine wiederverwendbare Rakete auf den Markt bringen will. Musk macht mit der mehrfach einsatzbaren Falcon 9 bereits seit 2017 gute Geschäfte, seine Firma SpaceX konnte die Konkurrenz in den vergangenen Jahren abhängen.
Noch sei es für Europa nicht zu spät, sagte Maiaspace-Chef Yohann Leroy dem Handelsblatt. Mehrere europäische Start-ups entwickeln wiederverwendbare Raketenstufen. Seine Firma werde spätestens 2026 so weit sein, so Leroy, „nur vier Jahre nach unserer Gründung“. Eine ungewöhnlich kurze Entwicklungszeit, doch Maiaspace ist kein gewöhnliches Start-up.
Hinter der 2022 entstandenen Firma steht die Ariane Group, der große Raketenbauer aus Europa. Der französisch-deutsche Konzern arbeitete bereits im Auftrag der Europäischen Raumfahrtorganisation (Esa) an einem Prototyp für eine wiederverwendbare Raketenstufe und steuerte wichtige Bausteine wie das neue Raketentriebwerk Prometheus bei.