Immobilien: Wie Käufer und Bauherren 100.000 Euro sparen können
Frankfurt. Dass das Haus ins Geld gehen würde, war Dominik und Saskia Wensker schon klar. Doch das Einfamilienhaus in Oberhausen war es wert: Riesengrundstück, 240 Quadratmeter Wohnfläche, großer Garten, viel Platz für den Nachwuchs, ruhig gelegen und dennoch städtisch genug. Aber dass es so teuer werden würde?
22 Prozent mehr als ursprünglich geplant – einen sechsstelligen Geldbetrag mehr – musste das junge Ehepaar für sein Traumhaus berappen. Dabei sind die Wenskers selbst Profis. Dominik, 36, ist Geschäftsführer des Baufinanzierers creditweb. Saskia, 34, leitet ein Team beim Baufinanzierer Interhyp. Er hatte schon mal drei Eigentumswohnungen in Essen gekauft, sie mit ihrem Ex-Partner schon eine Doppelhaushälfte in Hünxe.
Geholfen hat die eigene Expertise nichts: Das Haus sprengte das Budget. Und so wie den Wenskers geht es in Deutschland vielen Hauskäufern. Sieben von zehn privaten Bauvorhaben werden teurer als ursprünglich geplant, zeigt eine umfassende Befragung der Universität Erlangen-Nürnberg aus den letzten Jahren. Bei jedem dritten Gebäude lagen die Kosten um bis zu zehn Prozent über Plan, bei jedem fünften um bis zu 20, jedes zehnte war bei Fertigstellung sogar um 30 Prozent teurer als kalkuliert.
Der im Jahr 2024 große Zuwachs an Zwangsversteigerungen zeigt, wie hoch die finanzielle Last für viele Eigentümer ist. Und seit der Verkündung des Sondervermögens der Bundesregierung spitzt sich die Lage weiter zu: Die Renditen auf Bundesanleihen sind seitdem gestiegen, was auch die Bauzinsen nach oben treibt. Finanzierungen von Immobilien macht das viel teurer. Doch wie soll man Geld sparen, wenn hohe Kosten unvermeidbar sind?