Grippewelle: Wie die Raumluft beim Schutz vor Infektionen helfen kann
Düsseldorf. Deutschland schnieft, niest und hustet: Fast acht Millionen Menschen litten Anfang Februar an einem Atemwegsinfekt, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Wochenbericht mit. Das waren fast zehn Prozent der gesamten Bevölkerung.
Wer sich vor einem Infekt schützen möchte, sollte nicht nur Abstand halten und regelmäßig die Hände waschen, sondern auch auf die Luftfeuchtigkeit in Räumen achten. Denn die kann einen großen Einfluss darauf haben, wie schnell sich Viren verbreiten.
Laut dem Fachverband Gebäude Klima (FGK) verbringen Menschen hierzulande fast 22 Stunden am Tag in Innenräumen. Deshalb sei die Qualität der Raumluft in diesem Zusammenhang so wichtig, erklärt die Interessenvertretung der deutschen Klima- und Lüftungswirtschaft.
Eine Literaturstudie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen, die der FGK finanziell unterstützt hat, kommt zu dem Ergebnis: Die Überlebenszeit von in der Luft zerstäubten Grippeviren ist bei einer relativen Luftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent am geringsten. In diesem Fall würden sie innerhalb von Minuten inaktiviert, heißt es.