Luftverkehr: Senkung der Ticketsteuer laut Ministerium von Etat abhängig
Man müsse schauen, ob Mittel zur Senkung der Luftverkehrsteuer möglich seien. Der Entwurf des Haushalts 2026 solle Ende Juli vom Kabinett beschlossen werden. Dann solle es Klarheit zur Ticketsteuer geben, machte die Sprecherin deutlich.
Gestrichene Flüge
Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, wird die Rücknahme der Ticketsteuer in den Beratungen über den Haushalt 2026 konkretes Thema. Der Koordinator der Bundesregierung für Tourismus, Christoph Ploß (CDU), sagte der Zeitung: „Die Erhöhung der Luftverkehrsteuer muss zurückgenommen werden, auch die Gebühren an den deutschen Flughäfen müssen runter. Sonst gibt es bald an den deutschen Flughäfen noch weniger Flugverbindungen, als es derzeit der Fall ist.“
Unklar ist aber, ob das auch im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankerte Vorhaben mit dem Haushaltsentwurf für 2026 kommen wird.
Standortkosten bremsen Flugverkehr
Laut eines im März vorgestellten Gutachtens im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums bremsen im europäischen Vergleich deutlich höhere Standortkosten wie die Ticketsteuer den deutschen Luftverkehr. Zwischen 2019 und 2024 seien die Standortkosten in Deutschland deutlich stärker gestiegen als im europäischen Durchschnitt. Nach den Einbrüchen in der Corona-Pandemie habe sich der Passagierverkehr in Deutschland eher langsamer erholt.
Der Flughafenverband ADV teilte auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit, eine Zurücknahme der Erhöhung der Luftverkehrsteuer aus dem Jahr 2024 wäre ein erster und dringlicher Schritt in die richtige Richtung. Die staatlichen Belastungen durch Steuern und Gebühren seien sehr hoch. „Die Bundesregierung sollte sich gar Schweden als Vorbild nehmen. Dort wurde die Luftverkehrsteuer ersatzlos gestrichen“, so ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.