Familienunternehmer: Wie Mutti aus Dosentomaten eine Marke gemacht hat
Parma. Francesco Mutti spricht über seine Dosentomaten wie ein Winzer über seinen besten Wein. „2021 war ein herausragender Jahrgang. Gute Produktion, außerordentliche Qualität“, sagt der 56-Jährige im Restaurant Quisimangia, das sein Familienunternehmen kürzlich neben der Firmenzentrale im norditalienischen Parma eröffnet hat.
Dass Mutti die roten Früchte wie wertvolle Trauben behandelt, hat sein gleichnamiges Traditionsunternehmen äußerst erfolgreich gemacht. Als er es 1994 übernahm, lief das Geschäft schlecht und der Konservenhersteller hatte nur 32 Angestellte. 30 Jahre später hat Mutti mehr als 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ist in mehr als 100 Ländern präsent und hat 2024 einen Umsatz von 703 Millionen Euro erzielt.
Auch in Deutschland wächst das Unternehmen, das der Chef in vierter Generation führt, dank seiner hochwertigen Produkte rasant. Nun strebt Mutti die Marktführerschaft an. Doch ein Problem könnte den Erfolg in Zukunft bedrohen: der Klimawandel.
Unternehmenserfolg basiert auf Investitionen in Qualität
Im Quisimangia dreht sich alles um Tomaten: Ihre Schalen färben den Kunstharzboden rot und Mutti-Konserven verkleiden die Wände. Mittags essen hier die Angestellten der Firma, und abends soll das Restaurant bald für die Öffentlichkeit öffnen. Natürlich werden Gerichte mit Tomaten auf der Speisekarte stehen.