Immobilien: Baugenehmigungen für Wohnungen steigen im ersten Halbjahr
Berlin. Nach langer Krise geht es im deutschen Wohnungsbau von niedrigem Niveau aus wieder bergauf. Die Zahl der Baugenehmigungen wuchs im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent oder 3100 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 110.000 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.
Allerdings war sie ein Jahr zuvor auf den niedrigsten Stand für die ersten sechs Monate seit 2010 gesunken. Höhere Zinsen und teure Baumaterialien hatten den jahrelangen Bauboom beendet. Für die Belebung sorgte diesmal nahezu ausschließlich die anziehende Nachfrage nach Einfamilienhäusern.
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht noch keinen Grund zum Jubeln. „Denn der enorme Wohnungsmangel in Ballungsgebieten und ihrem Umland hält trotz hohem Bedarf weiter an“, sagte Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. Im Zangengriff weiterhin hoher Zinsen und Baukosten springe der Wohnungsbau bisher nicht an. „Eines der größten Hemmnisse für die Ausweitung des Wohnungsbaus ist – vor allem in den Ballungsgebieten – das nicht ausreichend zur Verfügung stehende und zu teure Bauland“, sagte Müller.