USA: „Lärm und Chaos“ – US-Ölmanager kritisieren Trumps Politik
New York. Eigentlich hatte US-Präsident Donald Trump ein neues fossiles Zeitalter ausgerufen. Die USA verfügten über die größten Öl- und Gasvorkommen aller Länder auf der Welt, sagte der 79-Jährige bereits bei seiner Amtseinführung im Januar. Bewiesen ist das zwar nicht, dennoch kündigte Trump an: „Wir werden sie nutzen.“
Knapp neun Monate später ist davon bislang nichts zu spüren. Im Gegenteil: Die Ölindustrie im Süden der USA ist überraschend pessimistisch gestimmt. Das hat eine aktuelle Umfrage der Federal Reserve Bank of Dallas, einer Regionalstelle des US-Zentralbanksystems, ergeben.
Demnach ist die Öl- und Gasproduktion im dritten Quartal sogar leicht zurückgegangen, wie Führungskräfte aus der Branche der Dallas-Fed mitteilten. Der Geschäftsaktivitätsindex, mit dem die Notenbanker die aktuellen Bedingungen für die Industrie erheben, blieb mit einem Wert von minus 6,5 negativ. Überraschend deutlich fiel jedoch der Index für Unternehmensaussichten – von minus 6,4 im zweiten Quartal auf nun minus 17,6.
Unsicherheit über Preisentwicklung
Für die Erhebung des Indexes rechnet die Fed in Dallas den prozentualen Anteil positiver Meldungen der Manager mit dem Anteil negativer Meldungen gegen. Dafür befragt sie regelmäßig mehr als 100 Ölfirmen in Texas, dem Norden von Louisiana und dem Süden von New Mexico. In der südzentralen US-Region sind besonders viele Produzenten tätig oder ansässig.