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AuftragsbestandAuftragspolster der Industrie etwas dicker – aber Autobranche schwächelt

Die Aufträge der Industrie aus dem Inland steigen, während die Auslandsnachfrage zurückgeht. Das leichte Wachstum des Auftragsbestands ist dabei vorwiegend auf zwei Bereiche zurückzuführen. 17.10.2025 - 09:40 Uhr Artikel anhören
Produktion bei VW: Der Autohersteller ist das größte deutsche Familienunternehmen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Berlin. Das Auftragspolster der deutschen Industrie hat im August minimal zugelegt. Der Bestand an offenen Bestellungen stieg um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die offenen Aufträge aus dem Inland kletterten dabei um 0,6 Prozent, während die aus dem Ausland um 0,1 Prozent sanken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt das Niveau um 5,0 Prozent höher.

Die leicht positive Entwicklung des Auftragsbestands zum Vormonat sei auf Anstiege im Maschinenbau (+1,1 Prozent) und im sonstigen Fahrzeugbau mit Flugzeugen, Schiffen, Zügen und Militärfahrzeugen (+0,9 Prozent) zurückzuführen, erklärte das Amt. „Negativ auf das Gesamtergebnis wirkte sich hingegen der Rückgang in der Automobilindustrie mit minus 5,1 Prozent aus.“

„Der Auftragsbestand sichert Produktion, dürfte aber kaum zu einer höheren Kapazitätsauslastung führen“, kommentierte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger, die Entwicklung. Anhaltende Standortnachteile stünden Investitionen entgegen und die Beschäftigungsaussichten blieben daher getrübt. „Der von der Bundesregierung angekündigte Herbst der Reformen muss ein Erfolg werden.“

Die Reichweite des Auftragsbestands in der Industrie stieg im August leicht auf 7,9 Monate, nach 7,8 Monaten im Juli. Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne Neugeschäft theoretisch produzieren müssten, um vorhandene Bestellungen abzuarbeiten.

Bei den Herstellern von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen verharrte die Reichweite bei 10,7 Monaten. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag sie bei 4,3 Monaten, bei den von Konsumgütern bei 3,6 Monaten.

rtr
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