KKR-Mitgründer: Henry Kravis weist Sorgen über Private-Credit-Krise zurück
Frankfurt. KKR-Mitgründer Henry Kravis hat Befürchtungen widersprochen, die Insolvenzen von Tricolor und First Brands in den USA könnten ein Vorbote größerer Probleme im Bereich Private Credit sein.
„Alle reden davon, oh mein Gott, Private Credit wird jetzt zusammenbrechen“, sagte Kravis am Donnerstag im Gespräch mit Bloomberg-TV-Moderatorin Francine Lacqua beim Berlin Global Dialog. Zwar habe es in den vergangenen Wochen „zwei große Insolvenzen“ gegeben, doch „nicht ein einziger Penny“ von privatem Kreditkapital sei darin involviert gewesen.
Nach den beiden Pleiten haben sich Bankmanager und Private-Credit-Firmen gegenseitig die Schuld zugeschoben und betont, jeweils besser auf einen wirtschaftlichen Abschwung vorbereitet zu sein. Das Private-Credit-Geschäft ist seit der globalen Finanzkrise stark gewachsen – angetrieben auch durch strengere Auflagen für Geschäftsbanken und den Versuch der Regierungen, Risiken im Bankensektor zu begrenzen.
JPMorgan-CEO Jamie Dimon hatte bereits Anfang des Monats gewarnt, dass ein wirtschaftlicher Abschwung diesmal „mehr Schmerz als üblich“ verursachen könnte.
Kravis betonte jedoch, dass Investmentfirmen wie KKR keine Einlagen annehmen und deshalb kein systemisches Risiko von Private Credit als Anlageklasse ausgehe.