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FirmenübernahmeUnited Internet kauft Telekom Webhoster Strato ab

Für 600 Millionen Euro hat United Internet den Webhosting-Anbieter Strato übernommen. Das in Berlin ansässige Unternehmen erzeugt vielversprechende Umsätze. Allerdings lief nicht jeder Kauf zugunsten des Unternehmens. 15.12.2016 - 10:42 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Speicherräume sind nun ebenfalls Teil von United Internet.

Foto: obs

Frankfurt. United Internet ("1&1") baut mit der Übernahme der Berliner Firma Strato seine Marktführerschaft bei Internet-Speicherdiensten aus. Der Kaufpreis für das bislang zur Deutschen Telekom gehörende Unternehmen liege bei 600 Millionen Euro in bar, teilte United Internet am Donnerstag mit. Strato komme mit über 500 Mitarbeitern auf einen Jahresumsatz von 127 Millionen Euro und 48,5 Millionen Euro Betriebsgewinn. Die Firma bietet Internet-Domains, E-Mail- und Homepage-Dienste an. United Internet ist in dem Geschäft bereits in Europa der größte Anbieter und setzte vor der Transaktion im Jahr eine Milliarde Euro damit um. Der Strato-Deal soll bis Sommer unter Dach und Fach sein. Bei Anlegern kam der Zukauf an: Die Aktien von United Internet legten über drei Prozent zu.

Die Telekom hat mit dem Ausstieg einen guten Schnitt gemacht. Die Bonner schluckten Strato 2009 für 275 Millionen Euro. Die Firma werde verkauft, da der Preis sehr attraktiv sei und gleichzeitig der Wettbewerb immer härter werde, sagte ein Konzernsprecher. Die Telekom trennte sich in der Vergangenheit bereits von Töchtern, die nicht mehr in die Strategie passten, darunter die Online-Plattform T-Online und das Internet-Anzeigenportal Scout24. Der Bonner Konzern konzentriert sich stattdessen auf den Ausbau seines Mobilfunk- und Festnetzes.

United Internet arbeitet bei dem Kauf mit dem Finanzinvestor Warburg Pincus zusammen, der vor kurzem für Transaktionen dieser Art an Bord geholt wurde. Bei einem anderen Deal war United Internet allerdings leer ausgegangen, nämlich beim Wettbieten um den Internet-Dienstleister Host Europe vor einer Woche. Der ging stattdessen für 1,7 Milliarden Euro an den US-Wettbewerber GoDaddy. Der Webhosting-Markt in Europa ist Experten zufolge noch sehr zersplittert, weshalb weitere Übernahmen zu erwarten sind.

rtr
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