Aktienmarkt: Grenke äußert sich nach Shortseller-Angriff: Aktie gewinnt über 30 Prozent
Am Donnerstag ist die Aktie des Konzerns auf Erholungskurs.
Foto: dpaDüsseldorf/Frankfurt. Zwei Tage nach den massiven Betrugs- und Geldwäsche-Anschuldigungen des Analysehaus Viceroy Research gegen den Finanzkonzern Grenke hat der Gründer und Hauptaktionär des MDax-Konzerns, Wolfgang Grenke, am Donnerstag erstmals persönlich Position bezogen. In einer Ad-hoc-Mitteilung trat er einem Teil der Vorwürfe entgegen, die Viceroy erhoben hatte.
Viceroy hatte einen 64-seitigen Bericht publiziert, der dem Unternehmen dubiose Geschäftspraktiken, Betrug, Geldwäsche und Interessenkonflikte zulasten der Aktionäre vorwarf.
Teil der Anschuldigungen war auch, dass Grenke Dutzende Franchise-Gesellschaften im Ausland aufkaufe – und zwar zu möglicherweise überhöhten Preisen von mit dem Konzern verbandelten Unternehmern. Dahinter stecke der Plan, das Fehlen von Barvermögen zu verschleiern oder Geld aus dem Konzern herauszuschleusen.
Vor allem auf diesen Punkt ging Grenke mit einer ausführlichen Darstellung zum Franchisesystem seines Unternehmens ein. „Das Franchisesystem ist einer der Erfolgsfaktoren der Grenke AG und einer der wesentlichen Treiber für die Expansion der letzten 10 Jahre wie auch für unser künftiges Wachstum“, erklärte Wolfgang Grenke. Die übernommenen Unternehmen stünden heute für rund 20 Prozent des Neugeschäfts.