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PandemieDie Coronakrise verschärft die Lage auf dem spanischen Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit ist im dritten Quartal zwar noch deutlich niedriger als während der Finanzkrise gewesen. Die Lage droht sich jedoch weiter zuzuspitzen.Sandra Louven 27.10.2020 - 17:04 Uhr Artikel anhören

Viele Beschäftigte der Branche befinden sich derzeit in Kurzarbeit.

Foto: AFP

Madrid. Kein Land in Europa leidet derzeit so wie Spanien unter der Coronakrise. Das gilt für die Pandemie als solche, und es gilt vor allem auch für deren ökonomische Folgen.

Das zeigen die jüngsten Konjunkturdaten: So stieg die Arbeitslosigkeit im dritten Quartal von 15,3 auf 16,2 Prozent.

Das ist zwar weit von den 27 Prozent entfernt, die die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone in der Finanzkrise erreicht hatte. Doch noch sind zahlreiche Beschäftigte in Kurzarbeit, sodass das volle Ausmaß der Krise noch nicht in der Statistik sichtbar ist.

Im März hatte Spanien eine der härtesten Ausgangssperren Europas verhängt. Im zweiten Quartal wurde dadurch rund eine Million „Inaktive“ gezählt, da sich die Spanier wegen der Ausgangssperre nicht arbeitslos melden konnten. Im dritten Quartal haben 570.000 Spanier immerhin einen neuen Job gefunden.

Im vierten Quartal allerdings droht die Arbeitslosigkeit erneut zu steigen. Landesweit gilt wieder der Alarmzustand, der eine nächtliche Ausgangssperre beinhaltet. In Katalonien sind seit zwei Wochen alle Bars und Restaurants geschlossen. Bislang rechnet die spanische Regierung mit einem Einbruch der Wirtschaft um 11,2 Prozent in diesem Jahr.

Am Dienstag stellte die Regierung auch ihren Haushaltsplan vor, der weitere staatliche Hilfen für kleinere und mittlere Unternehmen sowie die besonders hart getroffene Tourismusbranche vorsieht.

Zudem will Premier Pedro Sánchez die Körperschaftsteuer für Großkonzerne erhöhen sowie die Einkommensteuer für Besserverdiener und die Vermögensteuer für Werte über zehn Millionen Euro anheben.

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Der Budgetentwurf beinhaltet 27 Milliarden Euro an nicht rückzahlbaren EU-Hilfen. Dem Entwurf muss das Parlament noch zustimmen. Der IWF geht davon aus, dass Spaniens Defizit dieses Jahr 14,1 Prozent der Wirtschaftsleistung betragen wird.

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