Telematikinfrastruktur: Ärzte und Therapeuten können Konnektoren länger verwenden
Die Geräte verschiedener Hersteller ermöglichen den Zugang zum Gesundheitsdaten-Netzwerk.
Foto: T-SystemsDüsseldorf. Nicht mehr lange und es wäre zum großen Konnektor-Sterben gekommen. Mit jenen Hardware-Boxen können Ärzte und Therapeuten auf das sichere Netz der Telematikinfrastruktur zugreifen, um Daten auszutauschen oder zu kommunizieren. Die Konnektoren wären nach fünf Jahren schrottreif geworden, weil dann ihr Sicherheitszertifikat abgelaufen wäre. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe das so eingefordert, hieß es damals.
Das Ableben zahlreicher Konnektoren hätte bald begonnen, zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Ab September 2022 wären die ersten Konnektoren unbrauchbar geworden, bis Ende 2023 wären es 39 Prozent aller Geräte gewesen.
Zwei Milliarden Euro haben schätzungsweise schon bis jetzt die Ausstattung und der Betrieb mit den alten Konnektoren gekostet. Ergo hätte die gesetzliche Krankenversicherung tief in die Tasche greifen müssen, um diverse Arztpraxen erneut mit Hardware-Konnektoren auszustatten. Doch so weit wird es nicht kommen.
Die Konnektoren werden länger verwendbar bleiben. Das BSI teilte Handelsblatt Inside mit, dass es einem entsprechenden Konzept der Gematik zugestimmt hat. Das Sicherheitszertifikat darf nun erneuert werden, immerhin bis Ende 2024. Das BSI betonte, aufgrund der zeitlichen Befristung der Übergangslösung zugestimmt zu haben.