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Digitalweltmacht ChinaZukunftsmetropole Shenzhen: Eine Stadt zwischen Utopie und Albtraum

Systematisch verwandelt das KP-Regime Shenzhen in eine global führende High-Tech-Metropole. Doch nun gefährdet der Kontrollwahn der Regierung den weiteren Aufstieg der Stadt.Dana Heide 13.08.2021 - 04:00 Uhr Artikel anhören

Die südchinesische Metropole mit ihren rund 17 Millionen Einwohnern ist das Großlabor für Chinas digitale Weltmachtträume.

Foto: Smetek

Shenzhen.

  • In der Metropole Shenzhen lässt sich erahnen, wie eine Welt aussieht, in der China den Takt der Digitalisierung vorgibt. Die Stadt ist das wichtigste Kraftzentrum für Chinas aufstrebende IT-Branche.
  • Die Innovationskraft der Stadt wird jedoch auch von der Regierung genutzt, um ihre eigene Bevölkerung immer effektiver zu überwachen. Ethische Bedenken spielen keine Rolle. Die entsprechende Technik wird in die ganze Welt exportiert.
  • Innerhalb weniger Jahre sind Shenzhens Tech-Konzerne zu den führenden des Landes geworden. Das Handelsblatt stellt die sechs wichtigsten vor.
  • Der weltweit aktive Wagniskapitalinvestor Hans Tung erklärt im Interview die Erfolgsfaktoren von Innovationen. Außerdem spricht er darüber, wie sich die Start-up-Branche durch Corona verändert hat.

Um den Lieblingsraum in seiner Firma zu betreten, muss Arne Weber zunächst seine Straßenschuhe gegen spezielle Birkenstock-Sandalen tauschen und eine blaue Schutzjacke überziehen. Die Prototypen der Firma Faytech sollen vor Schmutz und anderen Einflüssen geschützt werden. Auf dem Boden, in mannshohen Regalen und auf Tischen stapeln sich hier die gesammelten Ideen des Unternehmens, das sich auf die Herstellung von Touchscreens spezialisiert hat.

„Eines muss ich Ihnen noch zeigen“, sagt Weber und zeigt auf einen mannshohen Spiegel auf dem Boden, auf dessen Rückseite Dutzende Kabel und Chips angebracht sind. Wer seine Übungen vor diesem Spiegel macht, bekommt automatisch angezeigt, wie er sie richtig ausführt. Neben dem Fitnessspiegel lagert noch ein Einkaufswagen für Edeka, mit dem man schon beim Einkauf per Tippen auf einem Bildschirm bezahlen kann.

Weber hat Faytech vor rund zwölf Jahren gemeinsam mit seiner chinesischen Frau Yang Fan gegründet. Heute hat Faytech mehr als 300 Mitarbeiter weltweit. Als wichtigsten Standort wählten die beiden nicht die deutsche Gründerhauptstadt Berlin oder die Tech-Metropole München. Es zog sie auch nicht ins kalifornische Silicon Valley – sondern nach Shenzhen.

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