Interview: Wagniskapitalinvestor Hans Tung: „Es muss einen Massenmarkt geben“
Hans Tung gehört zu den einflussreichsten internationalen Tech-Investoren.
Foto: Getty Images; Per-Anders PetterssonHans Tung ist einer der wenigen Risikokapitalgeber, die sich in der chinesischen Technologiebranche genauso gut auskennen wie in den Tech-Sektoren der USA, Indiens und Lateinamerikas. Im Gespräch verrät der Managing Partner von GGV Capital, was ein Start-up mitbringen muss, damit er investiert, und was die Erfolgsfaktoren von Innovationsstandorten sind.
Herr Tung, Sie haben früh in Unternehmen wie Airbnb, Peloton, Slack und Tiktok investiert, die heute Milliarden von Dollar wert sind und einen großen Teil unseres Alltags ausmachen. Wie finden Sie Start-ups mit Einhorn-Potenzial?
Wir haben immer eine Investmentthese. Das kann etwas sein, das wir in unserem Alltag sehen, oder etwas, das sich aus einer früheren Investition in ein privates Unternehmen ergibt. Wenn wir einen Trend sehen, der in mehreren Ländern erfolgreich sein kann, dann gibt uns das mehr Selbstvertrauen, um zu entscheiden, wo man sich wirklich engagieren möchte.
Wir schauen uns stets an, wie sich die Welt um uns herum entwickelt. Das kann hier in den USA sein, aber auch in China, Südostasien, Indien, Lateinamerika und in Europa. Wir haben zum Beispiel 2016 in Slack investiert. Und es hat uns überzeugt, weil wir in China den Aufstieg von WeChat verfolgt haben.