Bundestagswahl 2021: Annalena Baerbock: „Wer ein starkes Europa will, sollte nicht einknicken, bloß weil China hustet“
Eine Woche vor der Bundestagswahl wächst die Spannung – auch bei der Grünen-Kanzlerkandidatin.
Foto: dpaBerlin. Annalena Baerbock stehen anstrengende Tage bevor. Umfragen sehen die Grünen auf dem dritten Platz, nach SPD und Union. Im Rennen ums Kanzleramt scheinen sie nicht mehr mitzuspielen.
Doch die Grünen-Politikerin gibt sich kämpferisch: „Wir wollen von den unentschlossenen Wählerinnen und Wählern viele überzeugen. Vielleicht reicht es am Ende sogar für ein Zweier-Bündnis zwischen Grün und Rot“, sagte Baerbock im Interview mit dem Handelsblatt, kurz vor Beginn des Grünen-Wahlparteitags in Berlin und dem dritten und letzten TV-Triell am Sonntagabend.
Eine Woche vor den Bundestagswahlen erteilt Baerbock einem schwarz-grünen Bündnis eine Absage: „Ich hielte es für richtig, wenn die Union in die Opposition ginge“, sagte Baerbock. „Die Union steht für Stillstand in unserem Land und ist ohne Führung und Planung.“
Ihre Aussage, Verbote seien Innovationstreiber, verteidigt sie. „Ein Markt ist ein Treiber für Innovation, für Effizienz, für neue Dynamik“, sagt Baerbock. Aber er sei kein Selbstzweck. „Er soll dem Menschen dienen und damit er das kann, braucht es klare Leitplanken, soziale, aber eben auch ökologische.“